Kim Kardashian setzt sich für Rapper ein "Ich danke Donald Trump"

A$AP Rocky ist in Schweden inhaftiert - unter schlechten Bedingungen, wie sein Manager behauptete. Selbst das US-Außenministerium äußerte sich - womöglich, weil der Musiker prominente Fürsprecher hat.

Angela Weiss/AFP

Kim Kardashian hat ihre Kontakte ins Weiße Haus genutzt, um sich für den inhaftierten Rapper A$AP Rocky stark zu machen. "Ich danke Donald Trump, Außenminister Pompeo, Jared Kushner und allen anderen Beteiligten", schrieb Kardashian auf Twitter. Zuvor hatten Medien berichtet, Kardashian und ihr Ehemann Kanye West hätten sich in der Angelegenheit an die US-Regierung gewandt.

A$AP Rocky war Ende Juni in Stockholm nach einem Konzert in eine Schlägerei verwickelt. Der 30-Jährige wurde später wegen des Vorwurfs der Körperverletzung inhaftiert. Ein schwedisches Gericht entschied Anfang Juli, dass der Rapper wegen Fluchtgefahr in Untersuchungshaft bleiben müsse.

Kim Kardashian und ihr Ehemann Kanye West sind laut "Rolling Stone" besorgt um den Rapper. "Page Six" zufolge haben sie vor zwei Wochen Kontakt zum Weißen Haus aufgenommen. Sie wollten demnach herausfinden, ob man etwas tun könne, um die Freilassung des Musikers zu erwirken. Sie wandten sich laut "TMZ" an Jared Kushner. Er ist Schwiegersohn und Berater des US-Präsidenten und soll das Anliegen an Trump weitergeleitet haben.

Der Manager von A$AP Rocky hatte die Haftbedingungen zuvor als "inhuman" bezeichnet. Der Musiker sei "24/7 in Isolationshaft" und habe keinen Zugang zu den grundlegendsten menschlichen Bedürfnissen. Die Zustände seien "grauenhaft". Gefängnisdirektor Fredrik Wallin wehrte sich gegen die Vorwürfe. "Page Six" sagte er, die Anstalt sei kürzlich renoviert worden und in einem guten Zustand.

Eine Sprecherin des US-Außenministeriums sagte vor wenigen Tagen, gewisse Umstände der Festnahme und der Verhaftung lösten Bedenken aus. Sie forderte Schweden dazu auf, den Rapper "fair und respektvoll" zu behandeln.

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Kim Kardashian über A$AP Rocky: "Besorgt" um den Rapper

Handyvideos sollen zeigen, wie der Rapper einen jungen Mann zu Boden schleudert und dann auf ihn einschlägt. A$AP Rocky veröffentlichte wiederum auf Instagram ein Video, in dem er den jungen Mann und dessen Begleiter wiederholt auffordert wegzugehen - offenbar vergeblich. Zahlreiche US-Prominente haben sich für den Rapper eingesetzt.

Kim Kardashian setzt sich seit längerer Zeit für Strafgefangene und Ex-Häftlinge ein. Mitte Juni sprach sie bei einer Konferenz im Weißen Haus über ein Projekt, das die Resozialisierung ehemals Gefangener erleichtern soll.

Im vergangenen Jahr setzte sie sich zudem für Alice Marie Johnson ein. Die damals 63-Jährige verbüßte seit 1996 eine lebenslange Freiheitsstrafe wegen Drogendelikten. Sie war unter anderem für schuldig befunden worden, als Telefonvermittlerin in Drogengeschäften tätig gewesen zu sein. Wenige Tage nach dem Treffen von Kardashian und Trump durfte die Frau das Gefängnis verlassen.

jpz/AFP



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