Abriss XXL 230 Meter hoher Schornstein gesprengt

Innerhalb von fünf Sekunden brach der riesige Kamin zusammen: Das letzte Bauwerk auf einem ehemaligen Kraftwerksgelände in Castrop-Rauxel wurde mit Hilfe von 125 Kilogramm Dynamit in die Luft gejagt.


Castrop-Rauxel - Bei seiner Fertigstellung im Jahr 1966 war der Schornstein der höchste in Europa. Nun wurde der Koloss dem Erdboden gleich gemacht. In Castrop-Rauxel ist der 230 Meter hohe Schornstein des ehemaligen Kraftwerks Rauxel gesprengt worden. Der Kamin wurde mit rund 125 Kilogramm Dynamit zum Kippen gebracht und fiel in zwei Sprengphasen, wie eine Sprecherin der E.on Kraftwerke GmbH mitteilte.

In einem Radius von knapp 500 Metern um den Sprengort mussten Anwohner ihre Wohnungen verlassen. Auch Kraftfahrzeuge wurden vorsorglich entfernt. Zudem wurde die Bundesstraße 235 zeitweise gesperrt.

Der auf einem Dreibein errichtete, rund 7400 Tonnen schwere Schornstein ist den Angaben zufolge das letzte Bauwerk, das auf dem ehemaligen Kraftwerksgelände abrissen wurde. Bereits im November 2006 war auf dem Gelände ein Kühlturm gesprengt worden. Die weiteren Abrissarbeiten auf dem Areal sollen bis Mitte des Jahres abgeschlossen sein. Dann soll das 15 Hektar große Gelände für Wohnhäuser und die Erweiterung einer Straße zur Verfügung stehen.

dek/ddp



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