Absturz Kommission gibt Piloten Schuld

Zunächst hatte es geheißen, eine Explosion der Triebwerke sei schuld am Absturz der Tupolew Tu-154 bei Irkutsk, der 145 Menschen das Leben kostete. Nun kommt eine Untersuchung zu dem Ergebnis, dass es sich um einen Pilotenfehler gehandelt haben müsse.


Flugzeugtrümmer bei Irkutsk nach dem Absturz vom 3. Juli
REUTERS

Flugzeugtrümmer bei Irkutsk nach dem Absturz vom 3. Juli

Moskau - Eine Sonderkommission der russischen Regierung kommt nach einer ersten Auswertung der Flugschreiber zu dem vorläufigen Ergebnis, alle drei Triebwerke der Maschine hätten bis zum Aufschlag der Maschine bei Irkutsk einwandfrei gearbeitet.

"Die Technik war in Ordnung", zitierte die Agentur ein Mitglied der Kommission. Daher gehe die Kommission jetzt vom "menschlichen Faktor" als Absturzursache aus. Konkrete Schlussfolgerungen seien jedoch erst Anfang kommender Woche nach eingehender Auswertung der Flugschreiber zu erwarten.

Die Maschine der Gesellschaft "Wladiwostokawia" mit 136 Passagieren und 9 Besatzungsmitgliedern an Bord war am Dienstagabend beim Landeanflug auf Irkutsk aus einer Höhe von 800 Metern abgestürzt und am Boden zerschellt. Die Behörden waren zunächst von einem Fehler der Elektronik oder einem gleichzeitigen Ausfall aller Triebwerke als Unglücksursache ausgegangen.

Bis Freitagnachmittag waren bereits mehr als 107 Opfer von ihren Verwandten identifiziert worden, darunter auch 9 der 12 Passagiere aus China.



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