Acapulco Polizei findet verstümmelte Leichen in Urlaubsort

Vor einer Bar im mexikanischen Tourismuszentrum Acapulco hat die Polizei die zerstückelten und enthaupteten Leichen zweier Männer gefunden. Auch in anderen Teilen Mexikos kam es erneut zu schweren Gewaltverbrechen.

Acapulco - Mit bestialischer Präzision haben Unbekannte im mexikanischen Bundesstaat Guerrero zwei Männer getötet. In dem beliebten Ferienort Acapulco, auf dem Boulevard Vicente Guerrero, direkt vor der Bar Secret's entdeckte die Polizei zwei enthauptete und in 22 Teile zerstückelte Leichen, denen die Gesichtshaut abgezogen worden war. Mit den Organen ihrer Opfer sollen die Täter das Wort "Metro" auf den Bürgersteig geschrieben haben, berichtete die Zeitung "Proceso".

Bei den Leichen fanden Beamte Patronenhülsen sowie zwei handschriftliche Botschaften, sogenannte "Narcomensajes", die in der Regel von Auftragskillern der mexikanischen Drogenkartelle hinterlassen werden. "Metro" ist der Spitzname des Verfassers der Botschaft von Acapulco, der sich "mit freundlichen Grüßen" empfiehlt. Die Morde ereigneten sich kurz vor Ankunft des Präsidenten Felipe Calderón, der in Acapulco einen Kurzurlaub verbringen wollte.

Aus dem Lokal waren Berichten zufolge erst vor eineinhalb Wochen elf Menschen verschleppt worden. Zwei von ihnen wurden später tot aufgefunden. Die Täter hatten ihnen Hände und Füße abgehackt.

Ebenfalls in Guerrero, in einem versteckten Grab nahe der Stadt Teloloapan, haben Sicherheitskräfte drei weitere Leichen gefunden. Die bislang nicht identifizierten Toten seien vermutlich vor vier Monaten dort beerdigt worden, sagte ein Polizeisprecher.

Im Bundesstaat Veracruz kam am Montag ein Polizist bei einer Schießerei ums Leben. Ein Unbekannter eröffnete das Feuer auf Gemeindebüros in der Stadt Otatitlan und tötete dabei den Beamten. Der örtliche Polizeikommandeur wurde verwundet. Bei dem anschließenden Feuergefecht seien außerdem drei Gäste einer Hochzeit verletzt worden, hieß es.

Im nördlichen Bundesstaat Durango beschlagnahmten die Streitkräfte laut eigenen Angaben ein Waffenlager mit 84 Gewehren und 46 Pistolen. Soldaten machten den Fund während einer Patrouille in der Gegend von Tamazula, wie das Verteidigungsministerium mitteilte. Entdeckt wurden außerdem 770 Kilogramm Marihuana. Tamazula gilt den Streitkräften zufolge als "Bastion krimineller Organisationen".

Kampf gegen die Drogenkriminalität

Präsident Calderón hat seit seinem Amtsantritt vor vier Jahren Zehntausende Soldaten und Polizisten in den geschickt. Die Gewalt kostete seitdem mehr als 28.000 Menschen das Leben.

ala/AP
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