Auktion in den USA Hitlers Reisetelefon für 243.000 Dollar versteigert

Die meisten seiner Befehle in den letzten beiden Jahren des Zweiten Weltkriegs soll Adolf Hitler von einem roten Telefon erteilt haben. Nun hat ein Unbekannter den Apparat für rund 229.000 Euro ersteigert.

DPA

Ein rotes Telefon, das früher Adolf Hitler gehört hatte, ist in den USA für 243.000 Dollar (umgerechnet rund 229.000 Euro) versteigert worden. Der Erlös der Auktion am Sonntag entsprach den Erwartungen des Auktionshauses Alexander Historical Auctions im US-Bundesstaat Maryland. Das Startgebot lag bei 100.000 Dollar.

Über die Identität des Käufers wollte das Auktionshaus keine Angaben machen, auch die Nationalität des Meistbietenden hielt es geheim. An der Versteigerung konnten Interessenten aus aller Welt per Telefon teilnehmen.

Über den roten Apparat hatte Hitler in den beiden letzten Kriegsjahren die meisten seiner Befehle erteilt. In das tragbare Siemens-Telefon sind Hitlers Name sowie ein Hakenkreuz mit Reichsadler eingraviert. Nach Hitlers Suizid und dem Untergang des Dritten Reiches wurde der Apparat 1945 im Berliner Führerbunker gefunden. Russische Offiziere übergaben es an einen britischen Soldaten, der es an seinen Sohn vererbte.

Die ursprüngliche schwarze Farbe des Bakelit-Telefons ist aufgrund des Alters des Apparates wieder zum Vorschein gekommen. Das Auktionshaus bezeichnete das Telefon als "vielleicht zerstörerischste 'Waffe' aller Zeiten", weil Hitler darüber Befehle zur Ermordung von Millionen Menschen gab. Es ist den Angaben des Katalogs zufolge feuerbeschädigt, aber mindestens optisch völlig intakt. Forschungsergebnisse und Fotografien belegten die Echtheit, heißt es. Demnach ist der speziell verkabelte Apparat kein einfaches Bürotelefon, sondern wurde von Hitler permanent sowohl in der sogenannten Wolfsschanze als auch auf Reisen und in Zügen benutzt.

max/Reuters



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