Touristen in Abu Simbel Zehn Tote bei schwerem Busunglück in Ägypten

Auf dem Weg zu historischen Tempelanlagen ist in Assuan ein Bus voller Touristen verunglückt. Zehn Menschen kamen ums Leben, viele weitere erlitten Verletzungen. Die Opfer stammen offenbar aus Frankreich, Belgien und Ägypten.
Straße am Assuan-Staudamm: Unklare Unglücksursache

Straße am Assuan-Staudamm: Unklare Unglücksursache

Foto: Mike Nelson/ dpa

Bei einem schweren Busunglück im südägyptischen Assuan sind zehn Insassen ums Leben gekommen – vier Franzosen, fünf Ägypter und ein Belgier. Nach Angaben der Regionalverwaltung stieß der Touristenbus am Morgen auf der Wüstenstraße zu den Tempeln von Abu Simbel mit einem Auto zusammen.

14 weitere französische und belgische Passagiere seien mit Knochenbrüchen, Blutergüssen und anderen leichten Verletzungen ins Krankenhaus gebracht worden. Den Angaben zufolge ereignete sich das Unglück etwa 55 Kilometer südlich der historischen Stadt Luxor. Der genaue Unfallhergang ist bislang unbekannt.

7000 Tote im Straßenverkehr – pro Jahr

Die über 3000 Jahre alten Tempel von Abu Simbel zählen zu den bedeutendsten Sehenswürdigkeiten Ägyptens. In einer spektakulären Aktion wurden sie in den Sechzigerjahren verlegt, um zu verhindern, dass sie in den Fluten des neuen Assuan-Staudamms versinken.

Verkehrsunfälle sind in Ägypten an der Tagesordnung, da die Straßen häufig in schlechtem Zustand sind und die Verkehrsregeln oft nicht beachtet werden. Behördenangaben zufolge gab es in dem Land mit seinen etwa 103 Millionen Einwohnern allein im Jahr 2020 etwa 7000 Verkehrstote.

mxw/AFP/AP