Vulkan in Sizilien Mehrere Menschen bei Ausbruch des Ätna verletzt

Mindestens vier Menschen sind beim Ausbruch des Ätna auf Sizilien verletzt worden. Es handelt sich um Exkursionsteilnehmer. Auf Teneriffa strandeten Dutzende Menschen hingegen auf einem erloschenen Vulkan.

Ausbruch des Ätna auf Sizilien
AP

Ausbruch des Ätna auf Sizilien


Bei einer vulkanischen Explosion am Ätna sind mehrere Menschen verletzt worden. Der höchste Vulkan Europas spuckt seit Dienstagabend wieder Asche und hat am Südostkrater einen Lavastrom gebildet. Das Nationale Institut für Geophysik und Vulkanologie (INGV) sagte, dass vier Menschen leicht verletzt worden seien.

Einer der Verletzten sei ein Mitarbeiter des INGV, sagte der Wissenschaftler Marco Neri. "Sie waren dort oben aus Arbeitsgründen, nicht, weil sie leichtsinnig waren." Um die Eruption zu beobachten, müssten die Vulkanologen immer wieder zu Exkursionen aufbrechen. Dass dabei auch etwas passieren könne, sei leider nicht ungewöhnlich, sagte er.

Ein Team der BBC war zum Zeitpunkt der Explosion vor Ort, wie die Journalistin Rebecca Morelle auf Twitter schrieb: "Eine Erinnerung daran, wie gefährlich und unvorhersehbar Vulkane sein können."

Italienische Medien hatten berichtet, dass zehn Menschen verletzt wurden und dass es sich bei den Betroffenen um Ausflügler handelte. Keiner von ihnen sei in kritischem Zustand. Das INGV konnte diese Zahlen aber zunächst nicht bestätigen.

Gestrandet auf dem Vulkan

Auf Teneriffa haben Dutzende Touristen nach einer Seilbahnpanne eine Nacht auf dem Vulkan Teide auf Teneriffa verbringen müssen. Insgesamt mussten 111 Menschen in drei Schutzhütten auf dem Vulkan übernachten, wie der Seilbahnbetreiber mitteilte. Erst am Donnerstag konnten sie schließlich per Hubschrauber ins Tal gebracht werden.

Ein Rettungshubschrauber auf dem Vulkan Teide
DPA

Ein Rettungshubschrauber auf dem Vulkan Teide

Am Mittwoch waren zwei Seilbahngondeln in rund 60 Metern Höhe über dem Berghang stecken geblieben. In einer vierstündigen Aktion seilten Rettungskräfte rund 70 Touristen ab. Viele der aus den Gondeln geretteten Touristen konnten zu Fuß zur Talstation zurückkehren, die übrigen mussten die Nacht auf dem Berg verbringen.

Mehrere Menschen hätten Kratzer oder andere leichte Verletzungen erlitten, sagte eine Sprecherin der Rettungskräfte. Ärzte und Psychologen nahmen die Gestrandeten in Empfang.

cnn/dpa/AFP

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