Affäre Borer-Fielding Schweizer Verleger zahlt an Ex-Botschafter

Der frühere Schweizer Botschafter Thomas Borer, dem ein Boulevardblatt eine Sexaffäre andichtete, kann zufrieden sein. Der Ringier-Verlag zahlt ihm und seiner Frau Shawne ein Schmerzensgeld.

Zürich - Über dessen Höhe sei Stillschweigen vereinbart worden, teilte der Verlag Ringier am Sonntag in Zürich mit. Außerdem entschuldigte sich Verlagschef Michael Ringier persönlich mit einem Artikel auf der Titelseite der Zeitung "SonntagsBlick" bei Borer-Fielding und seiner Frau Shawne.

Die Schweizer Zeitungen "SonntagsBlick" und "Blick" hatten vor drei Monaten wiederholt über eine angebliche Sex-Affäre von Borer mit der in Berlin lebenden Djamile Rowe berichtet. Rowe hatte kürzlich in einer Eidesstattlichen Versicherung erklärt, sie habe nie Sex mit Borer gehabt. Borer hat vor zweieinhalb Monaten den Diplomatenberuf aufgegeben, nachdem ihn der Schweizer Außenminister in die Zentrale nach Bern zurückbeordern wollte.

Nach seinem Abschied vom diplomatischen Dienst und einer Fehlgeburt seiner Frau hatte Borer eine Schadenersatzklage vor einem US-Gericht vorbereitet. Mit dem Vergleich seien sämtliche angedrohten und anhängigen juristischen Verfahren für beide Seiten hinfällig, hieß es.

Auch eigene Fehlleistungen seien aufgeklärt worden, schreibt der Verleger Michael Ringier im "SonntagsBlick". Es habe sich herausgestellt, dass Djamile Rowe ein Informationshonorar von 10.000 Euro bekommen habe.