Brände in 3900 Meter Höhe Großfeuer am Kilimandscharo zerstören zwei Prozent des Naturparks

Die Flammen am höchsten Berg Afrikas haben Pflanzen und Säugetieren knapp 34 Quadratkilometer ihres Lebensraums geraubt, teilt die zuständige Nationalparkbehörde mit. Zur genauen Brandursache gibt es bisher nur Vermutungen.
Rauchwolken über dem Kilimandscharo am 23. Oktober

Rauchwolken über dem Kilimandscharo am 23. Oktober

Foto: Uncredited / dpa

Die Großfeuer auf dem Kilimandscharo im ostafrikanischen Tansania vor einigen Wochen haben knapp zwei Prozent Fläche des Naturparks zerstört. Pflanzen und Säugetiere verloren auf knapp 34 Quadratkilometern (entspricht 3400 Hektar) ihren Lebensraum, wie es in einer Mitteilung der Nationalparkbehörde Tanapa hieß.

Als Ursache für die beiden inzwischen gelöschten Brände, die Ende Oktober hintereinander ausgebrochen waren, vermutet die Behörde einen Zusammenhang mit »menschlichen Aktivitäten«, hieß es weiter in einer veröffentlichten Stellungnahme – die Polizei ermittle. Die Löscharbeiten wurden den Angaben zufolge durch Wind und die Höhenlage auf etwa 3900 Metern erschwert.

Das erste Feuer war am 21. Oktober auf einer Höhe von rund 3900 Metern ausgebrochen. Etwa eine Woche später gab es an der nordöstlichen Flanke des Berges einen weiteren Brand.

Mit knapp 6000 Metern ist der Kilimandscharo der höchste Berg Afrikas und ein beliebtes Touristenziel. Jährlich machen sich etwa 50.000 Menschen auf den Weg zum Gipfel. Der Nationalpark erstreckt sich auf 1712 Quadratkilometern.

ktz/dpa
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