Falscher Alarm Air-France-Maschine wegen anonymer Drohung umgeleitet

Ein Flugzeug von Air France hat wegen einer Bombendrohung einen ungeplanten Zwischenstopp in Montreal eingelegt. Es dauerte einige Stunden, ehe die Maschine die Reise nach Paris fortsetzen konnte.


Wegen einer anonymen Drohung ist eine Maschine der französischen Fluggesellschaft Air France auf dem Weg von San Francisco nach Paris umgeleitet worden. Die Besatzung habe nach Eingang der Drohung vorsichtshalber entschieden, in Montreal zu landen, teilte Air France mit. Dort erwies sich die Drohung aber als falscher Alarm - die Maschine startete einige Stunden später von Kanada aus wieder Richtung Paris.

Flug AF083 mit 231 Passagieren und 15 Besatzungsmitgliedern landete nach Eingang der "anonymen Drohung" am späten Montagabend (Ortszeit) in Montreal. "Nach einer vollständigen Überprüfung haben die kanadischen Behörden bestätigt, dass keine Bedrohung vorliegt", hieß es von Air France. Die Maschine konnte in den frühen Morgenstunden wieder Richtung Paris starten.

Erst am Montag war ein Flugzeug der deutschen Fluggesellschaft Condor wegen eines Bombenalarms auf dem Weg von Berlin ins ägyptische Hurghada in Budapest gelandet. Bei einer Durchsuchung der Maschine wurden aber weder Sprengstoff noch Bombenteile gefunden.

Die Fluggesellschaften sind besonders vorsichtig, seit am 31. Oktober ein in der ägyptischen Touristenhochburg Scharm-al-Scheich gestartetes russisches Flugzeug mit 224 Menschen an Bord über der Sinai-Halbinsel abgestürzt war. Ermittler gehen davon aus, dass der Passagierjet von einer Bombe zerrissen wurde. Der "Islamische Staat" (IS) hat sich zu dem Anschlag bekannt.

ulz/dpa/AFP



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