AirAsia-Flug QZ8501 Taucher unterbrechen Suche nach Absturz-Opfern

Die Suche nach den Opfern des abgestürzten AirAsia-Flugzeugs verzögert sich. Taucher mussten die Bergungsarbeiten unterbrechen. Nun sollen ferngesteuerte U-Boote eingesetzt werden.

Indonesische Taucher checken Equipment: "Die Sicht am Meeresboden war null"
DPA

Indonesische Taucher checken Equipment: "Die Sicht am Meeresboden war null"


Jakarta - Schlamm und schlechte Sicht erschweren die Rettungsarbeiten an dem Wrack des abgestürzten AirAsia-Flugs QZ8501. Die Taucher mussten die Suche nach weiteren Opfern unterbrechen. Bislang haben die Einsatzkräfte 34 Leichen aus dem Wasser geborgen. Es wird vermutet, dass die meisten Toten noch im Rumpf der Maschine sind.

"Heute haben wir zwei Taucher losgeschickt, um das größte Objekt zu erreichen, aber die Sicht am Meeresboden war null und es war voller Schlamm", sagte der Leiter der Suchaktion. "Deshalb wurde der Einsatz abgebrochen." Statt der Taucher sollte ein ferngesteuertes U-Boot eingesetzt werden.

Die Leichen werden nach der Bergung sofort ins indonesische Surabaya geflogen, wo Gerichtsmediziner an der Identifizierung arbeiten, erklärte ein indonesischer Polizist. "Die Leichen sind in einem Stadium der fortgeschrittenen Verwesung. Es ist unmöglich, Tote durch bloßes Ansehen zu identifizieren."

In bis zu 30 Metern Tiefe hatten die Rettungskräfte am Wochenende insgesamt fünf große Trümmerteile gefunden, die zu dem vermissten Flugzeug der Billigfluglinie AirAsia gehören sollen. Die Einsatzkräfte hoffen nun, dass es sich bei den Wrackstücken um Teile des Rumpfes handelt, um bald weitere Opfer finden zu können.

Der Flug QZ8501 war vor am vergangenen Sonntag mit 162 Passagieren an Bord auf dem Weg von Surabaya auf Java nach Singapur verschollen. Kurz zuvor hatte der Pilot noch um eine Kursänderung gebeten. Diese wurde genehmigt, die Flugkontrolle untersagte es ihm wegen dichten Flugverkehrs aber, seine Flughöhe anzupassen.

Der Flugschreiber des Airbus A320 ist noch immer nicht geborgen. Das staatliche meteorologische Amt hatte am Samstag mitgeteilt, den vorliegenden Daten zufolge habe vermutlich ein Unwetter die Katastrophe ausgelöst.

vks/dpa

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Seite 1
farbraum 05.01.2015
1.
Ich dachte immer die Flugschreiber senden Signale sonst wie weit und dann braucht man mehrere Wochen um aus 25m Tiefe das Teil zu bergen? Da ist doch echt was faul dran...
cyclux 05.01.2015
2.
Kurz zuvor hatte der Pilot noch um eine Kursänderung gebeten. Diese wurde genehmigt, die Flugkontrolle untersagte es ihm wegen dichten Flugverkehrs aber, seine Flughöhe anzupassen. Bitte was?
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