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Akupunktur für Räume

Günstiges Chi oder ungünstiges Sha Chi - beim Leiten des Energieflusses gilt: Ist der Raum gesund, freut sich der Mensch.
aus DER SPIEGEL 47/1998

Feng Shui will die Menschen lehren, in ihrer Lebens- und Wohnumgebung Glück, Wohlstand und Harmonie zu aktivieren. Dabei spielen exakte Berechnungen und verschiedene Symbole eine Rolle. Obwohl vieles bei einer Raumanalyse von subjektiver Bewertung und Deutung abhängt, gibt es einige Grundregeln für die »Akupunktur der Räume«, wie die Feng-Shui-Experten Margrit Lipczinsky und Helmut Boerner erklären.

Als günstig gelten:

* Abbildungen, die einen Wasserfall zeigen, ein plätschernder Zimmerbrunnen, Aquarien oder Springbrunnen im Garten - am jeweilig richtigen Platz. Wasser steht für Energie und Reichtum. In Hongkong sind außerdem Goldfische als Wohlstandssymbol beliebt, in Malaysia und Singapur hingegen werden Fische aus den Korallenriffs bevorzugt. Der teure Arowana, ein tropischer Süßwasserfisch, verheißt außerordentliches geschäftliches Glück. Er ist dagegen so teurer, daß ihn sich nur einer leisten kann, dem entsprechender Geschäftserfolg bereits beschert war. Im Schlafzimmer allerdings haben heftig sprudelnde Wasser-Objekte nichts zu suchen;

* frische Blumen und gesunde Grünpflanzen, wobei spitze und somit »angreifende« Blätter zu vermeiden sind. Blumen gelten als Energieträger, frischen das Chi auf, verderben jedoch im Schlafzimmer einer Frau angeblich alles Liebesglück und führen bei einem Paar zu Streitigkeiten und Untreue;

* Kristalle oder Windspiele, um große Glasflächen energetisch zu blockieren. Sie sollen verhindern, daß Chi aus dem Raum strömt;

* vom Schreibtisch aus die Tür im Auge zu behalten. Diese Position steigert das Selbstbewußtsein und die Souveränität.

Als ungünstig gelten:

* große, schwarze Farbflächen, da die Farbe Schwarz Energie schluckt;

* Büros, die genau gegenüber von Aufzugschächten, Rolltreppen oder gewöhnlichen Treppen liegen. Ein Büro, das am Ende eines langen, geraden Korridors liegt, gilt ebenfalls als unglückverheißend. Windspiele und Topfpflanzen mildern das durch den langen Gang heranschießende und damit ungünstige Chi;

* mit dem Rücken zur Tür zu sitzen. Damit setzt man sich »Dolchstößen« aus, meist von Menschen, denen man vertraute. Ein Chef wird zwar nicht unbedingt »erdolcht«, aber möglicherweise von seinen Mitarbeitern hintergangen. Mit dem Rücken zum Fenster zu sitzen ist allerdings auch nicht empfehlenswert - dem Betreffenden wird es an Unterstützung bei seiner Arbeit mangeln;

* »angreifende Ecken«, die von Wänden, Deckenbalken oder Schrankseiten auf Sitz-, Schlaf- oder Arbeitsposition »zielen«;

* ein Spiegel direkt gegenüber der Eingangstür oder direkt gegenüber dem Bett. Im ersten Fall leitet er die Energie gleich wieder zur Tür hinaus, im zweiten Fall ruiniert er die Ehe oder, auch schlimm, ruft einen Nebenbuhler auf den Plan.

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