Alabama Hurrikan "Sally" trifft an US-Golfküste auf Land

Hurrikan "Sally" hat die USA erreicht - mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 165 Kilometern pro Stunde. Die Behörden warnten vor "katastrophalen und lebensbedrohlichen Überschwemmungen".
Gulf Shores im US-Bundesstaat Alabama: Auswirkungen von Hurrikan "Sally"

Gulf Shores im US-Bundesstaat Alabama: Auswirkungen von Hurrikan "Sally"

Foto: JONATHAN BACHMAN / REUTERS

Hurrikan "Sally" ist an der US-Golfküste auf Land gestoßen. Das Auge des Sturms erreichte am frühen Mittwochmorgen (Ortszeit) mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 165 Kilometern pro Stunde nahe der Stadt Gulf Shores den Bundesstaat Alabama, wie das Nationale Hurrikanzentrum (NHC) mitteilte. Das entspreche einem Hurrikan der Stufe zwei von insgesamt fünf.

Zugleich warnte die Behörde vor möglichen "katastrophalen und lebensbedrohlichen Überschwemmungen" entlang des betroffenen Küstengebiets. Es wurde erwartet, dass der Sturm landeinwärts durch Alabama weiterzieht und sich dabei abschwächen wird. Besonders gefährdet seien Küstengebiete der Bundesstaaten Alabama, Mississippi und Florida, so das NHC.

Zeitweiser Stromausfall für 400.000 Haushalte

Am Dienstagabend war bereits in rund 75.000 Haushalten in Alabama und Florida der Strom ausgefallen, wie der US-Wetterkanal berichtete. Am Mittwoch stieg die Zahl der betroffenen Haushalte auf knapp 400.000. Die Gouverneure von Mississippi und Alabama riefen für ihre Bundesstaaten den Notstand aus. "Wir haben es mit einer Rekordüberflutung zu tun, vielleicht sogar mit einem historischen Höchststand. Je höher das Wasser steigt, umso höher wird auch das Risiko für den Verlust von Eigentum und Leben", warnte Alabamas Gouverneurin Kay Ivey auf einer Pressekonferenz.

"Sally" ist einer von fünf tropischen Wirbelstürmen, die derzeit im Atlantik aktiv sind - ein Phänomen, das laut Meteorologen bislang nur einmal zuvor im September 1971 registriert wurde.

Erst Ende August hatte der Hurrikan "Laura" im Süden der USA schwere Schäden angerichtet. Mindestens 14 Menschen kamen durch den Sturm in Louisiana und Texas ums Leben.

wit/dpa/AFP/AP
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