Alaska "Into the Wild"-Bus soll ins Museum kommen

"Into the Wild" machte den Bus 142 weltbekannt - doch dann wagten sich zu viele Unvorsichtige zu dem Gefährt in Alaskas Wildnis. Es gab Todesfälle. Nun bekommt der Bus seinen letzten Parkplatz.
Der "Magic Bus" durfte nicht länger in der Wildnis stehen: Zu viele Abenteurer und Fans hatten sich in Gefahr begeben

Der "Magic Bus" durfte nicht länger in der Wildnis stehen: Zu viele Abenteurer und Fans hatten sich in Gefahr begeben

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Sgt. Seth LaCount/ AP

Der ausrangierte Bus, der durch das Schicksal des "Into the Wild"-Aussteigers Christopher McCandless bekannt wurde, soll in ein Museum kommen. Man stehe mit dem Museum of the North der Universität von Alaska in der Stadt Fairbanks in Verhandlungen, teilte die Behörde für Naturressourcen und Umwelt am Donnerstag mit. 

Der Bus war Mitte Juni von den Behörden im US-Bundesstaat Alaska aus der Wildnis am Stampede Trail, unweit des Denali National Parks, per Helikopter entfernt worden. Das Gefährt mit dem Beinamen "Magic Bus" hatte immer wieder Wanderer und Abenteurer angelockt, teilweise mit tödlichen Folgen. Allein seit 2010 kamen zwei Menschen bei Flussüberquerungen ums Leben. Man habe im Laufe der Jahre gefährliche und teure Rettungsaktionen durchführen müssen, hatte Corri Feige, Leiterin der Behörde für Naturressourcen und Umwelt in Alaska, im Juni gesagt. Was mit dem Bus passieren sollte, war nach dem Abtransport zunächst nicht klar gewesen.

"Das Angebot des Museums ermöglicht es dem Staat, all derer zu gedenken, die im Bus Schutz suchten", wird Feige nun in einem Statement zitiert: "Ich glaube, dass die langfristige Unterbringung von Bus 142 in Fairbanks dazu beitragen kann, die Geschichten all dieser Menschen zu bewahren und zu erzählen".

Der Linienbus 142 aus den Vierzigerjahren, der zeitweise Bauarbeitern als Notunterkunft diente, war 1996 durch den Jon-Krakauer-Roman "Into the Wild" bekannt geworden. Oscar-Preisträger Sean Penn verfilmte das Buch 2007 mit Emile Hirsch in der Hauptrolle des jungen US-Aussteigers, der nach Tagebuchaufzeichnungen 114 Tage in dem Bus mitten in der Wildnis wohnte. Seine Leiche wurde im September 1992 in dem Bus gefunden.

ngo/dpa/Reuters
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