Alaska Vier Deutsche sterben bei Flugzeugabsturz

Es sollte ein beeindruckendes Urlaubserlebnis werden. Doch es wurde ein Flug in den Tod: Vier Deutsche sind bei einem Besichtigungsflug über die Gletscher von Südalaska abgestürzt.


Juneau - Ein Rettungsteam der US-Küstenwache entdeckte das Wrack der gecharterten einmotorigen Piper PA32 in der Nähe des Davidson-Gletschers. Mitchell Fletcher von der Küstenwache in Juneau sagte am Dienstag, alle sechs Insassen seien bei dem Absturz ums Leben gekommen.

Nach Angaben des Reiseveranstalters in Deutschland, Meier's Weltreisen, waren die drei Männer und eine Frau auf einer 25-tägigen Rundreise durch Kanada und Alaska. Die Urlauber stammen aus Hamburg, Niedersachsen und Baden-Württemberg. An Bord waren auch eine kanadische Reiseleiterin und der amerikanische Pilot.

Nach Angaben der Staatspolizei wurde das Wrack auf 1500 Meter Höhe in der Nähe des Berggipfels gefunden. In der Gegend herrschte zum Zeitpunkt des Unglücks schlechte Sicht. Die Untersuchung der Unglücksursache dauert noch an.

Die US-Küstenwache war gegen 16 Uhr (0 Uhr MESZ) von der Chartergesellschaft des Flugzeugs informiert worden, dass die Maschine überfällig war. Das Flugzeug mit den Touristen war um 14 Uhr in Skagway gestartet und sollte nach einem Rundflug bis zur Glacier Bay um 15.30 Uhr zurückkehren. Die Staatspolizei leitete mit Hilfe der Küstenwache eine Suche ein. Kurz darauf meldete ein anderes Flugzeug Signale aus einem Notortungssender aus der Gegend des Davidson-Gletschers. Ein Helikopter der Küstenwache sichtete das Wrack schließlich in der Nähe des Berggipfels. Der Pilot hatte nach ersten Untersuchungen der Polizei selbst kein Notsignal gesendet.

Der Davidson-Gletscher liegt südlich von Skagway. Die Rettungsteams wollen nach Angaben von Fletcher schnellstmöglich zur Absturzstelle zurückkehren und die Bergung vorbereiten.



© SPIEGEL ONLINE 2001
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.