Auktion in Italien Weißer Trüffel für 120.000 Euro versteigert

Sie gelten als "Diamanten der Küche": In Italien wurde ein Kilo eines besonderen Trüffels versteigert - zum Preis eines Sportwagens.

1005 Gramm für 120.000 Euro: Dieser Trüffel wurde für einen hohen Preis in der italienischen Stadt Alba ersteigert
Miguel Medina/ AFP

1005 Gramm für 120.000 Euro: Dieser Trüffel wurde für einen hohen Preis in der italienischen Stadt Alba ersteigert


Ein weißer Trüffel mit einem Gewicht von rund einem Kilogramm ist im italienischen Piemont für 120.000 Euro an einen anonymen Bieter versteigert worden. Die Auktion war der Höhepunkt des jährlichen Internationalen Festivals des Weißen Trüffels in der Stadt Alba nahe Turin. Dort wurden Edelpilze im Wert von insgesamt etwa 420.000 Euro versteigert.

Mit rund 120 Euro pro Gramm entspricht der Preis des Riesenexemplars bei Weitem nicht dem derzeitigen Marktpreis, der laut italienischem Bauernverband Coldiretti die nationale Referenz ist. Dieser liegt derzeit bei rund 3,75 Euro pro Gramm.

Die Erlöse der Trüffel-Auktionen gehen traditionell an wohltätige Organisationen. In diesem Jahr kommt ein Teil der rund 420.000 Euro dem Hongkonger Mother's Choice-Institut zugute, das Waisenkinder und junge Mütter unterstützt. Zu den Empfängern zählt auch das Dimitri-Rogatschew-Zentrum in Moskau, das sich auf die Erforschung von Krebserkrankungen im Kindesalter spezialisiert hat.

Berühmte Delikatesse

Weiße Trüffel aus dem Piemont sind weltberühmt und gelten in Italien als die mit Abstand köstlichsten - ihr Ruf hat sich bis Asien herumgesprochen. Sie werden wegen ihres hohen Preises auch "Diamanten der Küche" genannt.

Seit 88 Jahren veranstaltet die Stadt Alba jedes Jahr eine zweimonatige Messe mit zahlreichen Auktionen, bei der die Edelpilze im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit internationaler Bieter stehen.

Die seltenen Trüffel wachsen bis zu 30 Zentimeter tief unter der Erde in der Wurzel von Eichen, Kastanien und Pappeln. Um sie aufzuspüren, werden zumeist Hunde mit speziellen Spürnasen eingesetzt.

jpz/AFP

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