Aldi will keine Plastik-Artikel mehr verkaufen – und zwar ab sofort

Welche Artikel gemeint sind – und welche Discounter noch mitmachen.

Dieser Beitrag wurde am 20.12.2018 auf bento.de veröffentlicht.

Der Discounter Aldi will künftig auf Geschirr, Trinkhalme und Einwegbecher aus Plastik zu verzichten. Sie sollen "ab sofort" nicht mehr angeboten werden. 

Weitere "überflüssige" Einweg-Plastikartikel sollen dann nach und nach gegen Artikel aus umweltverträglichen Materialen ersetzt werden. Das gaben Aldi Nord und Aldi Süd am Donnerstag in einer gemeinsam Mitteilung  bekannt. 

Aldi zieht mit seinem plötzlichen Plastik-Stopp nach – auch Lidl, Netto und Rewe hatten in den vergangenen Monaten ähnliche Schritte angekündigt.

  • Lidl will in seinen rund 3200 Filialen bis Ende 2019 Einwegplastik-Artikel wie Trinkhalme, Becher, Teller, Besteck und Wattestäbchen mit Plastikschaft komplett auslisten und durch recycelbare Produkte ersetzen. 
  • Rewe plant, bis 2020 sämtliches Plastik-Einweggeschirr aus dem Sortiment zu streichen. Den Verzicht auf Einweg-Plastikhalme hatte der Lebensmittelhändler bereits im Juli angekündigt. 
  • Der zu Edeka gehörende Discounter Netto stellt 2019 ebenfalls bundesweit den Verkauf von Plastikbesteck und Einwegbechern aus Kunststoff ein. 

Warum ist das wichtig?

Plastik braucht mehrere hunderte Jahre, bis es zersetzt ist. Wir wissen das, aber ändern bislang zu wenig, um Kunststoffmüll wirksam zu vermeiden. Jedes Jahr landen Millionen Tonnen Verpackungen, Folien und Kleinstteilchen im Müll – und damit auch in Flüssen und Ozeanen. Das schadet der Umwelt und Tieren, die den Plastikmüll verschlucken. 

Plastikmüll zu vermeiden, ist eine Aufgabe, die nur alle gemeinsam lösen können – jeder einzelne, aber auch die Politik mit neuen Gesetzen und die Unternehmen mit freiwilligen Aktionen wie jetzt dem Plastik-Stopp bei Aldi. 

Die Discounter agieren hier nun schneller als die Politik. Erst am Mittwoch hatte sich die Europäische Union auf umfangreiche Verbote für Plastik-Produkte geeinigt (bento). Die werden aber voraussichtlich erst in zwei Jahren in Kraft treten. Aldi & Co. setzen sie einfach jetzt schon um.

Mit Material von dpa

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