Alpen Schwerer Unfall bei der Zugspitzbahn

50 Menschen sind bei einem Unfall an der Zugspitze zum Teil sehr schwer verletzt worden. Im so genannten Katzensteintunnel stießen auf einer eingleisigen Strecke zwei Züge der Zugspitzbahn zusammen.


Der bergabwärts fahrende Wagen im Katzensteintunnel
DPA

Der bergabwärts fahrende Wagen im Katzensteintunnel

Garmisch-Partenkirchen - Dabei wurden bis zu 15 Personen zum Teil schwerst verletzt. In ersten Mitteilungen von der Unglücksstelle war von offenen Knochenbrüchen und Verletzungen mit offener Bauchdecke die Rede. Bis zu 30 Fahrgäste zogen sich leichtere Verletzungen zu.

Inzwischen sind bis zum frühen Samstagnachmittag alle rund 50 Verletzten geborgen worden. Sie wurden in das Klinikum Garmisch-Partenkirchen und das Unfallkrankenhaus Murnau gebracht, sagte ein Polizeisprecher. Die Unfallursache ist weiterhin unklar. Die beiden Elektrotriebwagen hatten sich ineinander verkeilt, waren nach Auskunft des Sprechers aber nicht entgleist.

Nach ersten Erkenntnissen der Polizei kamen die Passagiere zum größeren Teil aus der Umgebung, es seien aber auch Touristen aus mehreren Ländern dabei gewesen. Genaue Angaben lägen noch nicht vor. Rund 200 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Polizei, Rotem Kreuz und Bundeswehr waren vor Ort. Fünf Hubschrauber wurden eingesetzt. Die Kriminalpolizei Garmisch-Partenkirchen nahm die Ermittlungen auf.

Bei der Polizei und der Zugspitzbahn AG standen die Telefone nicht mehr still. Zahlreiche besorgte Angehörige fragten nach der Identität der Unfallopfer. Der Unfall hatte sich etwa vier Kilometer nach dem Bahnhof Garmisch auf der sogenannten Talstrecke der Bayerischen Zugspitzbahn ereignet. Hier verkehren Elektrotriebwagen. Erst in Grainau steigen die Passanten in die Zahnradbahn um.



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