Alptraum auf Schienen Voll besetzter Bus blieb auf Bahnübergang liegen

Mitten auf einem Bahnübergang ist ein mit 107 Menschen besetzter Bus in Nordrhein-Westfalen stehen geblieben. Als sich dann auch noch die Schranken schlossen, brach Panik aus.


Lüdge - Der Busfahrer habe zunächst mit dem mit 107 polnischen Erntehelfern besetzten Fahrzeug vor den verschlossenen Schranken des Bahnüberganges im nordrhein-westfälischen Lüdge gestanden, teilte die Polizei mit. Als sich dann die Schranken hoben, sei er nach Angaben von Augenzeugen "sehr langsam" auf die Schienen gefahren. "Wahrscheinlich wollte er nicht mit dem Boden des Gelenkbusses aufsetzen", sagte ein Polizeisprecher. Als das Fahrzeug dann auf dem Bahnübergang stand, hätten sich die Schranken wieder geschlossen.

In Panik hätten die Insassen mit Nothämmern die Scheiben des Busses eingeschlagen. Sieben von ihnen wurden dabei leicht verletzt. Trotzdem hatten die Passagiere Glück: Der Fahrdienstleiter im nahe gelegenen Bahnhof Bad Pyrmont beobachtete das Geschehen auf seinem Monitor und stoppte die Züge auf der Strecke. Für die Menschen habe keine akute Gefahr bestanden, erklärte der Polizeisprecher. "Mensch und Technik haben hier funktioniert, das ist das Positive an der Sache."

Wie es zu der gefährlichen Situation kommen konnte, ist bislang unklar. Es sei möglich, dass der Fahrer schon so weit vorgefahren war, dass er das Warnlicht nicht mehr habe sehen können.



© SPIEGEL ONLINE 2003
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.