Polizei Ulm ermittelt Zwei Kunstflieger sterben bei Absturz in Baden-Württemberg

Am Samstagnachmittag beobachteten Zeugen im Alb-Donau-Kreis ein trudelndes Flugzeug am Himmel. Wenig später stürzte die Maschine ab und ging in Flammen auf. Die Kriminalpolizei ermittelt.
Bergung: Eine Einsatzkraft untersucht das Flugzeugwrack

Bergung: Eine Einsatzkraft untersucht das Flugzeugwrack

Foto: David Pichler / dpa

Beim Absturz eines Kunstfliegers sind in Baden-Württemberg zwei Menschen ums Leben gekommen. Zeugen beobachteten am Samstag bei Altheim im Alb-Donau-Kreis ein trudelndes Kleinflugzeug, wie die Polizei in Ulm  am Sonntag mitteilte. Der Flieger stürzte in ein Waldgebiet und ging in Flammen auf.

Die Feuerwehr löschte das brennende Wrack. Bei dem Absturz starben zwei Männer im Alter von 20 und 57 Jahren. Die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung und die Kriminalpolizei nahmen die Ermittlungen auf.

Die Maschine war für Kunstflüge konstruiert. Abgehoben war sie am Flugplatz Donzdorf, rund 50 Kilometer nördlich von der Absturzstelle.

Einsatz im Wald: Feuerwehrleute sichern die Absturzstelle, nachdem sie das brennende Wrack gelöscht haben

Einsatz im Wald: Feuerwehrleute sichern die Absturzstelle, nachdem sie das brennende Wrack gelöscht haben

Foto: Dennis Straub / onw-images / IMAGO

Zusammenstoß zweier Kunstflieger

Es war der zweite tödliche Kunstfliegerabsturz innerhalb weniger Wochen. Ende September waren bei Gera zwei Flugzeuge zusammengestoßen und abgestürzt, zwei Menschen starben. Einem Sprecher der Feuerwehr zufolge handelte es sich bei den Verunglückten um zwei Kunstflieger.

Die Flugzeuge seien nach dem Zusammenstoß über einer freien Fläche abgestürzt, teilte die Feuerwehr weiter mit. Weitere Tote oder Verletzte habe es nicht gegeben. Polizei und Feuerwehr waren eigenen Angaben zufolge mit einem Großaufgebot im Einsatz.

Absturz bei Flugshow

Im Sommer 2019 war bei einer Flugshow in der zentralpolnischen Stadt Plock (Region Masowien) ein Pilot aus Deutschland tödlich verunglückt. Er habe mit seinem Flugzeug eine Drehung vollführt, bevor die Maschine plötzlich in die Weichsel gestürzt sei, berichteten Medien und Rettungskräfte.

Im Fernsehsender TVN24 war damals zu sehen, wie das Sportflugzeug des russischen Typs Jakowlew Jak-52 in der Luft ins Trudeln geraten und dann aus großer Höhe senkrecht in Richtung Boden gestürzt war.

Das Opfer sei ein erfahrener Pilot und ehemaliger Lufthansa-Mitarbeiter gewesen, sagte ein Sprecher der Organisatoren der Nachrichtenagentur PAP. Die Leiche des Mannes sei aus dem Wrack geborgen worden. Der Pilot habe sich allein im Flugzeug befunden, bestätigte damals ein Feuerwehrsprecher. Die Veranstaltung war nach dem Unglück abgebrochen worden.

mpz/dpa
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