US-Rekordlotterie Über 100 Millionen Dollar für "The Three Amigos"

Sie arbeiteten als Lehrer oder Verwaltungsangestellte und hatten mehrere Jobs. Jetzt sind "The Three Amigos" um über 100 Millionen Dollar reicher. Zwei Frauen und ein Mann aus dem US-Bundesstaat Maryland haben den größten Lotto-Jackpot der Weltgeschichte geknackt. Sie wollen anonym bleiben.

Washington - Drei weitere Gewinner des größten Jackpots in der Lottogeschichte der USA holen sich jetzt ihre Millionen ab. Wie die Lottogesellschaft im US-Staat Maryland mitteilte, handelt es sich bei "The Three Amigos" um zwei Frauen sowie einen Mann, die bisher alle in bescheidenen finanziellen Verhältnissen lebten. Sie teilen sich ein Los und können je 35 Millionen Dollar (26,8 Millionen Euro) mit nach Hause nehmen - nachdem die Steuer zugeschlagen hat. Wie ein weiterer Gewinner in Kansas wollten auch die "drei Amigos" anonym bleiben. Wer das dritte Glückslos in Illinois besitzt, ist noch unklar.

Bekannt wurde lediglich, das Los der "drei Amigos" sei in Baltimore gekauft worden. Nach Angaben der Lotterie sind die Glücklichen eine Frau um die 20, ein Mann in den Vierzigern sowie eine etwa zehn Jahre ältere Frau. Sie arbeiteten alle im Bildungswesen, hätten aber alle mehrere Jobs. Trotz des großes Gewinns hätten sie sich entschieden, fürs erste weiterzuarbeiten.

Die Jüngste des Kleeblatts habe insgesamt 60 Lose gekauft. Nach der Auslosung habe sie bei sich zu Hause erst mal alle Lose auf dem Fußboden ausgelegt, um sie zu prüfen. "Als ich merkte, dass ich gewonnen hatte, hab ich sofort meine zwei Freunde angerufen", sagte sie nach Angaben der Lotterie.

Insgesamt waren 656 Millionen Dollar im Mega-Jackpot - fast eine halbe Milliarde Euro. Die drei Gewinner in Maryland entschieden sich für eine Einmalzahlung, bei der es nach einem Abschlag 158 Millionen Dollar gab - bevor sich das Finanzamt bedient.

Der Jackpot war nach 18 Ziehungen geknackt worden. Die Geschichte einer 37-jährigen alleinerziehenden Mutter von sieben Kindern aus Maryland scheint damit widerlegt. Die Frau war zunächst als angebliche Besitzerin des goldenen Lottoscheins an die Öffentlichkeit gegangen, behauptete aber, sie habe das Los verlegt. Später konnte sie sich dann angeblich nicht mehr daran erinnern, ob sie wirklich die richtigen sechs Zahlen getippt hatte.

jbr/hut/AFP/dpa
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.