Reaktionen zur Bluttat in Heidelberg »Es zerreißt mir das Herz«

Bundeskanzler Scholz spricht den Angehörigen und Opfern der Bluttat in Heidelberg sein Beileid aus. Ministerpräsident Kretschmann verspricht eine schnelle Aufklärung. Und die Studierendenschaft ist »unendlich schockiert«.
Olaf Scholz (Archivbild): »Ich bin bestürzt über den Vorfall in Heidelberg«

Olaf Scholz (Archivbild): »Ich bin bestürzt über den Vorfall in Heidelberg«

Foto: Chris Emil Janssen / imago images/Chris Emil Janßen

In einem Hörsaal der Universität Heidelberg hat ein 18 Jahre alter Student eine junge Frau erschossen und drei weitere Menschen verletzt. Der Täter sei am Montagmittag mit einer Schrotflinte in den Hörsaal gestürmt und habe um sich geschossen, teilte die Polizei mit . Anschließend sei er aus dem Uni-Gebäude geflohen und habe sich selbst getötet.

Die Ermittler machten noch keine Angaben zum Motiv. Dafür sei es noch zu früh, sagte Andreas Herrgen, Leiter der Staatsanwaltschaft Heidelberg.

Politikerinnen und Politiker zeigten sich entsetzt über das Verbrechen. Bundeskanzler Olaf Scholz sagte in Berlin : »Es zerreißt mir das Herz, solch eine Nachricht zu erfahren.« Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann versprach eine schnelle Aufklärung der Tat. »Meine Gedanken sind bei den Familien und ihren Angehörigen. Wir sind an Ihrer Seite.«

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Innenminister Thomas Strobl (CDU) ergänzte: »Für die Verletzten und die Beteiligten, auch die im Tutorium dabei waren, hoffe ich auf baldige Genesung an Leib und Seele.« Es sei eine »entsetzlich belastende Situation«.

Wissenschaftsministerin Theresia Bauer (Grüne) besuchte noch am Montagnachmittag den Tatort: »Ich bin entsetzt. Es lässt einen sprachlos zurück, wenn unschuldige junge Menschen im Hochschulbetrieb so etwas erleben müssen.«

Heidelbergs Oberbürgermeister Eckart Würzner (parteilos) sprach den Opfern und Angehörigen sein Mitgefühl aus. »Wir waren nicht nur fassungslos, wir können es eigentlich gar nicht glauben, dass so etwas bei uns in Heidelberg passiert.«

Die Präsidentin der Kultusministerkonferenz (KMK) und stellvertretende CDU-Chefin Karin Prien zeigte sich tief betroffen. »Es ist erschütternd, dass der friedliche Ort des gemeinsamen Lernens zum Ort eines bewaffneten Anschlags wurde.« Außerdem sagte die schleswig-holsteinische Bildungsministerin: »Meine Gedanken sind bei den Angehörigen der Opfer, den Studierenden und Lehrenden und Universitäts-Angehörigen der medizinischen Fakultät der Universität Heidelberg.«

Einsatzkräfte auf dem Gelände der Heidelberger Universität

Einsatzkräfte auf dem Gelände der Heidelberger Universität

Foto: Daniel Englert / dpa

Der Freiburger Erzbischof Stephan Burger zeigte sich nach Angaben der Diözese »schockiert« von der Bluttat. »Fassungslos blicken wir in der ganzen Erzdiözese Freiburg nach Heidelberg. Ich bin entsetzt und zutiefst bestürzt über den Angriff, der sich dort heute Nachmittag in einem Hörsaal der Universität ereignet hat«, sagte Burger am Montag einer Mitteilung zufolge. Er sei im Gebet bei den Opfern und ihren Angehörigen und danke den Rettungskräften für ihren Einsatz. »Gewalt und Blutvergießen können niemals ein Weg sein, für was auch immer.« Die Stadt Heidelberg liegt im Erzbistum Freiburg.

Auch die Studierendenschaft äußerte sich fassungslos. »Wir sind unendlich schockiert. Das ist eine Katastrophe, die sich allem Denkbaren zwischen Vorlesungen, Klausuren und Unileben entzieht«, sagte der Vorsitzende Peter Abelmann.

Die Universität bereitet derzeit eine Trauerfeier vor. Genaue Pläne dazu konnte Rektor Bernhard Eitel am Montagabend noch nicht nennen. Den ganzen Tag lang hätten ihn Bekundungen von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus ganz Europa erreicht, die das Geschehen in Heidelberg verfolgten und Hilfe anböten, sagte Eitel. Gefühlt handle es sich auch um einen Angriff auf die Offenheit der Hochschulen und die akademische Tradition.

aar/dpa