"Gebrochener Ring" Winnenden eröffnet Gedenkstätte für Amoklauf-Opfer

Ein acht Tonnen schwerer Ring soll in Zukunft an die Opfer des Amoklaufs von Winnenden erinnern. Die Stadt eröffnete die Gedenkstätte im Stadtgarten wenige Tage vor dem fünften Jahrestag der Tat.

"Gebrochener Ring" in Winnenden: "Gewaltsam aus dem Leben gerissen"
DPA

"Gebrochener Ring" in Winnenden: "Gewaltsam aus dem Leben gerissen"


Winnenden - Die baden-württembergische Kleinstadt Winnenden hat fast fünf Jahre nach dem Amoklauf des 17-Jährigen Tim K. eine öffentliche Gedenkstätte eingerichtet. Im Stadtgarten erinnert zukünftig der acht Tonnen schwere "Gebrochene Ring" des Künstlers Martin Schöneich an die 15 Opfer der Bluttat vom 11. März 2009. Das Werk steht in Sichtweite der Albertville-Realschule.

Eine Schiffswerft in Speyer hatte den Ring angefertigt. Er hat einen Durchmesser von sieben Metern und ist durch einen engen Bruch begehbar. Dort sind die Namen der Opfer sowie ein Gedicht eingearbeitet. Zu einer Seite bäumt sich der Ring symbolisch gegen Gewalt auf.

"Der gebrochene Ring steht dafür, dass die grausame Tat Menschen gewaltsam aus dem Leben gerissen hat", verkündete die Stadt: "Er warnt vor Wiederholung einer solchen Tat und drückt zugleich die Hoffnung auf eine friedliche Zukunft aus." An der Auswahl des Kunstwerks waren auch die Hinterbliebenen der Opfer beteiligt.

Am kommenden Dienstag soll zum fünften Jahrestag des Amoklaufs in Winnenden der Opfer gedacht werden. In der Albertville-Realschule, in der die Tat begann, wurde bereits ein Gedenkraum eingerichtet. Zudem befinden sich im Eingangsbereich der Schule Steinplatten mit den Namen der Opfer.

Tim K. hatte in seiner ehemaligen Schule neun Jugendliche und drei Lehrerinnen erschossen. Auf seiner Flucht tötete er drei weitere Menschen, bevor er sich erschoss.

bka/dpa/afp



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