Kampf gegen Drogentourismus Amsterdam will Touristen Zugang zu Coffeeshops verbieten

Amsterdams Bürgermeisterin will Coffeeshops strenger regulieren – treten die Pläne in Kraft, hätten sie weitreichende Folgen für Besucher, die vor allem wegen der Drogen kommen.
Coffeeshop in Amsterdam (Symbolbild)

Coffeeshop in Amsterdam (Symbolbild)

Foto: Martin Bertrand / imago images / Hans Lucas

Amsterdam will ausländischen Touristen den Zugang zu Coffeeshops verbieten. Die Lokalregierung teilte mit , Bürgermeisterin Femke Halsema habe entsprechende Vorschläge gemacht. Das Stadtparlament muss den Plänen allerdings noch zustimmen.

Femkes Vorschlag beinhaltet demnach ein »Aufenthaltskriterium«. Nur noch Einwohner der Niederlande sollen dann mit einem Pass Zugang zu den Coffeeshops bekommen.

In Amsterdam gilt eine Ausnahmeregel

Eine ähnliche Regel gibt es bereits in anderen Teilen der Niederlande. In Amsterdam jedoch gilt eine Ausnahme.

Laut der Mitteilung befinden sich 30 Prozent aller niederländischen Coffeeshops in Amsterdam. Mit den Vorschlägen wollen Staatsanwaltschaft, Polizei und Bürgermeisterin Halsema den Drogentourismus stoppen.

In den Niederlanden werden Drogen wie Haschisch und Marihuana in den Coffeeshops legal verkauft. Auch während des zurzeit geltenden Lockdowns sind sie geöffnet, allerdings müssen die Kunden die Waren mitnehmen.

Es ist nicht der erste Versuch Amsterdams, ausländische Drogenkonsumenten abzuschrecken: 2013 gab es bereits einen Gesetzesvorschlag, der aber nicht umgesetzt wurde.

jpz/dpa
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