Angeblicher Produktionsfehler Verwirrung um den Riesen-Pantoffel

Eigentlich wollte er nur einen Hausschuh, doch dann bekam Tom Boddingham etwas in der Größe eines Zeltes geschickt. Nun ist der Brite ein bekannter Pantoffelheld - dank eines Fehlers bei der chinesischen Herstellerfirma. Oder handelt es sich um einen cleveren PR-Coup?


London - Die Geschichte klingt gut - zu gut, um wahr zu sein? Wenn Tom Boddingham sich in seinen neuen Hausschuh setzt, dann verschwindet er fast komplett darin. Der Brite hatte sich einen Pantoffel in Bärentatzen-Optik bestellt, zugeschickt wurde ihm ein Riesen-Exemplar.

Die Herstellerfirma in China habe sich mit der Kommasetzung vertan, lautete die Erklärung des Händlers - statt einer Sonderanfertigung in der ohnehin stattlichen Größe 14,5 (etwa Größe 49,5 in Europa) wurde dem Mann aus Ilford in der englischen Grafschaft Essex ein Schuh der Größe 1450 geschickt: 2,10 Meter lang, 1,30 Meter breit und 65 Zentimeter hoch.

"Wir haben sehr viel Spaß mit diesem Riesen-Fehler unserer chinesischen Herstellerfirma", sagte Dan Jennings vom Internet-Schuhvertrieb "Monster Slippers" am Donnerstag und bestätigte damit vermeintlich Berichte mehrerer britischer Tageszeitungen wie "Telegraph" und Daily Mail". Die Hersteller in China hatten offenbar keinen Verdacht geschöpft, weil sie vermuteten, der Schuh sei als Ausstellungsstück für ein Schaufenster gedacht gewesen - hieß es von Seiten der Firma.

Recherchen des "Guardian" ließen am Abend allerdings Zweifel an dieser Version, die auch SPIEGEL ONLINE veröffentlichte, aufkommen. Sie legen den Verdacht nahe, dass es sich um einen cleveren PR-Coup des Schuhhändlers handeln könnte - unter anderem weil Boddingham einem Mitarbeiter des Unternehmens verblüffend ähnlich sehen soll.

wit/dpa

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