Angebliches Alkoholverbot 500 Bauarbeiter greifen Wachleute an

Sie wollten feiern, doch der Tag endete in einer wilden Prügelei: In Russland haben etwa 500 Arbeiter rund 100 Sicherheitskräfte angegriffen - nach Angaben der Baufirma aus Zorn über ein Alkoholverbot. Doch es gibt noch eine andere Version.


Moskau - Zehn Menschen wurden verletzt, darunter vier Polizisten: Auf einer Baustelle im russischen Wladiwostok sind rund 500 Arbeiter auf 100 Sicherheitskräfte losgegangen. Grund ihres Zorns war angeblich ein Alkoholverbot - so berichtete es zumindest die Baufirma.

Die Arbeiter, die vor allem aus islamisch geprägten Ländern in Zentralasien stammen, hätten in ihren Unterkünften das Fastenbrechen feiern wollen, sagte eine Unternehmenssprecherin nach Angaben der Agentur Interfax am Montag.

Als die Polizei das absolute Alkoholverbot auf der Baustelle durchsetzen wollte, seien die Arbeiter ausgerastet. Unstrittig ist diese Darstellung allerdings nicht. Nach Angaben der örtlichen Staatsanwaltschaft kam es zu der Schlägerei, nachdem die Wachleute einem der ausländischen Bauarbeiter die Zugangsberechtigung zur Baustelle entzogen hatten.

hut/dpa

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