Anschlag in Nizza Eltern finden verlorenes Baby wieder

Als der Attentäter in Nizza durch die Straße raste, verlor ein junges Paar im Chaos den Kinderwagen mit seinem Baby. Eine Bekannte startete eine Suche via Facebook - mit Erfolg.
Leere Kinderwagen nach dem Anschlag in Nizza

Leere Kinderwagen nach dem Anschlag in Nizza

Foto: Alberto Estevez/ dpa
Der schnelle Überblick

Das ist passiert:• Im südfranzösischen Nizza ist ein Mann mit einem Lkw in eine Menschenmenge gerast, über zwei Kilometer hinweg überfuhr er Passanten.

• Laut Innenministerium starben mindestens 84 Menschen, darunter auch drei Deutsche. Viele weitere Menschen wurden verletzt.

• Der mutmaßliche Attentäter wurde erschossen. Die Hintergründe sind noch unklar, die Anti-Terror-Staatsanwaltschaft ermittelt.

• Die Tat ereignete sich an der Promenade des Anglais: Dort hatten sich am Donnerstagabend viele Menschen versammelt, um den französischen Nationalfeiertag zu feiern.

Ein Elternpaar, das in der Panik beim Anschlag von Nizza den Kinderwagen mit seinem Baby verloren hatte, ist mit dem Kind nun wieder glücklich vereint - dank einer erfolgreichen Suche via Facebook.

"Kleiner Junge im Gedränge verloren", "blauer Kinderwagen", "gebt diese Information weiter" schrieb eine Bekannte der Eltern am Donnerstagabend auf ihrer Facebook-Seite. Dazu veröffentlichte sie ein Foto des acht Monate alten Jungen.

Der Aufruf führte rasch zum Erfolg, wie die Freundin der Familie am Freitag der Nachrichtenagentur AFP sagte. Eine junge Frau hatte den Kleinen entdeckt und mit zu sich nach Hause genommen.

Auf Facebook fand sie dann rasch das Foto des Jungen und nahm Kontakt zu den Eltern auf. "Gefunden!" verkündete ein Familienmitglied schließlich im Internet und dankte allen, die bei der Suche geholfen hatten.

Fotostrecke

Nizza: Attacke am Nationalfeiertag

Foto: VALERY HACHE/ AFP

Ein 31-jähriger Tunesier war nach dem Feuerwerk zum französischen Nationalfeiertag am Donnerstagabend in Nizza mit einem Lastwagen in die Menschenmenge auf der Strandpromenade gerast.

Mindestens 84 Menschen wurden getötet, Dutzende weitere verletzt, bevor Polizisten den Attentäter erschossen. Nach dem Blutbad wurden in den sozialen Netzwerken zahlreiche Suchmeldungen nach Vermissten veröffentlicht.

sms/AFP
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