Anschlag von Düsseldorf Polizei untersucht Tatort erneut

Zwölf Tage nach dem blutigen Bombenanschlag von Düsseldorf ist der Tatort erneut abgesperrt. Eine Hundertschaft Polizisten riegelte einen Teil des S-Bahnhofs ab. Mit einem Spezialgerät wird nun nochmals nach Spuren gesucht.


Die Polizisten fällten die Bäume rund um den Tatort
DPA

Die Polizisten fällten die Bäume rund um den Tatort

Düsseldorf - Die Suche mit einem besonderen Detektor nach kleinsten Partikeln könne mehrere Tage dauern, sagte ein Polizeisprecher. Bäume rund um den Tatort wurden dazu gefällt und größere Teile des Geländers, an dem die Handgranate deponiert war, entfernt. Von dem speziellen Suchdetektor erhoffen sich die Ermittler Aufschlüsse über den Zünder der Bombe. Aus ermittlungstaktischen Gründen machen die Fahnder derzeit keine näheren Angaben zu dem Suchgerät, das in Düsseldorf erstmals eingesetzt wird.

Zwei der zehn Opfer des Anschlags liegen noch immer im Krankenhaus. Das zunächst lebensgefährlich verletzte Paar sei noch immer zu schwach für eine Vernehmung, sagte eine Polizeisprecherin. Auch zwölf Tage nach der Tat gebe es bei der Fahndung nach dem oder den Urhebern des Attentats keine heiße Spur.

Bei dem blutigen Anschlag mit einer Weltkriegs-Handgranate waren am 27. Juli zehn überwiegend jüdische Übersiedler aus der ehemaligen Sowjetunion verletzt worden. Eine 26-jährige Schwangere hat ihr Kind bei dem Attentat verloren.



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