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Francis Kéré Architekt mit Mission

aus DER SPIEGEL 15/2021
Foto: Juan Carlos Hidalgo / EPA-EFE

• Der aus Burkina Faso stammende und in Berlin ansässige Architekt Francis Kéré, 56, hat viele Auszeichnungen erhalten – die nächste wird er virtuell entgegennehmen. »Bestärkung und Bestätigung« sei sie dennoch, sagt er. Am kommenden Montag ehren ihn die Universität von Virginia und die Thomas-Jefferson-Stiftung. Statt einer Feier vor Ort ist eine Zoom-Veranstaltung geplant, an der Kéré wohl von Berlin aus teilnehmen wird. Der entsprechende Preis wird seit 1966 verliehen, erster Empfänger war der in die USA ausgewanderte deutsche Architekt Ludwig Mies van der Rohe, der für seinen eleganten Minimalismus bekannt war. Später folgten Baumeister wie Frank O. Gehry und Rafael Moneo. Kéré glaubt wohl noch mehr an die Kraft von Gebäuden, er nennt seine Vision eine »afrofuturistische« und sagt, er strebe nach einer Architektur, die Gutes bewirken könne. Gewürdigt wird er tatsächlich auch für die Nachhaltigkeit der verwendeten Materialien und dafür, das Gemeinschaftliche zu stärken. Für die Republik Benin hat er einen Parlamentssitz entworfen, dessen Form an jene Bäume erinnert, unter denen einst Versammlungen stattfanden. So will er die Bedeutung der Demokratie nach innen wie außen sichtbar machen. Der Grundstein wurde am 1. April gelegt, analog und in Anwesenheit Kérés.

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