Asowsches Meer Frachtschiff mit elf Seeleuten an Bord gekentert

Ein schwerer Sturm mit meterhohen Wellen hat im Asowschen Meer ein bulgarisches Frachtschiff zum Kentern gebracht. Mindestens vier Matrosen starben, einer wurde gerettet. Jetzt suchen russische Rettungskräfte nach weiteren Vermissten.


Moskau - Wie die russische Nachrichtenagentur Ria Nowosti unter Berufung auf örtliche Behörden mitteilte, konnten die Leichen von vier Seeleuten des bulgarischen Frachters "Vanessa" geborgen werden. Ein Matrose sei gerettet worden, hieß es. Jetzt sucht die russische Küstenwache per Hubschrauber nach den noch vermissten Seeleuten.

Die Rettungsarbeiten wurden durch bis zu drei Meter hohe Wellen stark behindert. Von den insgesamt elf Männern der Besatzung stammen zehn aus Bulgarien, der Lotse aus der Ukraine.

Das mit Stahl beladene Containerschiff war aus dem ukrainischen Hafen Berdjansk gestartet und heute Morgen nördlich der Straße von Kertsch in Seenot geraten. Die Straße von Kertsch, die Verbindung zwischen Schwarzem und Asowschem Meer, gilt als besonders sturmgefährdet. Im November waren bei mehreren Schiffshavarien mindestens 10.000 Tonnen Öl ausgelaufen. Ökologen sprachen von einem der schwersten Umweltschäden in der Region. Insgesamt waren bei dem Sturm im November fast zwei Dutzend Schiffe verunglückt.

ala/dpa



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