Asylgesuch Bobby Fischer will in die Schweiz

Der ehemalige Schachweltmeister Bobby Fischer soll versucht haben, in der Schweiz Asyl zu erhalten. Die Schweizer Behörden lehnten den Antrag Fischers jedoch ab.


Schachgenie Fischer: Asyl bei den Eidgenossen beantragt?
AP

Schachgenie Fischer: Asyl bei den Eidgenossen beantragt?

Bern - Fischer hatte sich zuvor bemüht, in Japan und in Montenegro Asyl zu erhalten, um so seine Überstellung an die USA zu umgehen. Dem Schachgenie drohen in seiner Heimat zehn Jahre Haft und 250.000 Dollar Strafe, weil er sich über internationale Sanktionen hinweggesetzt haben soll, als er 1992 an einem Schachturnier in Jugoslawien teilnahm. Nun ist offenbar auch sein Wunsch, in der Schweiz Asyl zu bekommen, gescheitert. Das zumindest meldet die Tageszeitung "Der Bund" heute. Dominique Boillat, Sprecher des zuständigen Bundesamtes für Flüchtlinge, wollte den Bericht nicht kommentieren. Sein Amt dürfe zu Einzelfällen nur Auskunft geben, wenn der Antragsteller sein Gesuch selbst öffentlich gemacht habe, sagte Boillat.

Derzeit ist der 61-jährige Fischer wegen eines ungültigen Reisepasses in Japan inhaftiert. Seine Abschiebung in die USA ist ausgesetzt, bis das zuständige Gericht über seine Klage gegen die Einstellung des gesamten Verfahrens entschieden hat.



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