Südkorea Drei AKW-Arbeiter sterben wegen Gasleck

In Südkorea sind auf der Baustelle des Atomkraftwerks Gori drei Arbeiter ums Leben gekommen. Sie starben an einer Stickstoffvergiftung. Zuvor war die Reaktoranlage Opfer einer Hackerattacke geworden.


Seoul - Auf der Baustelle für einen Atomreaktor sind in Südkorea drei Männer gestorben. Sie seien bei Wartungsarbeiten in einem unterirdischen Kabelraum an einer Stickstoffvergiftung gestorben, teilte der Betreiber KHNP mit. In dem Atomkraftwerk Gori im Südosten des Landes habe zu keinem Zeitpunkt die Gefahr einer atomaren Verseuchung bestanden.

Die Mitarbeiter seien bewusstlos aufgefunden und in ein Krankenhaus gebracht worden, wo ihr Tod festgestellt wurde, erklärte KHNP. "Es gab keine radioaktive Strahlung, auch wenn wir das Stickstoffleck noch finden müssen", sagte ein Unternehmenssprecher. Die anderen Reaktoren in Gori arbeiteten normal, es gebe keine Verbindung zu dem jüngsten Hacker-Angriff.

In der vergangenen Woche waren Baupläne und Betriebsanleitungen für Gori und ein anderes Kernkraftwerk auf Twitter veröffentlicht worden. Auch tauchten persönliche Informationen von einigen der 10.000 KHNP-Mitarbeiter im Internet auf.

Die Daten über die Kraftwerke waren nach Betreiberangaben aber nicht sensibel. Auch habe keine Gefahr bestanden, dass Hacker den Betrieb der Atomanlagen manipulieren könnten. Dessen ungeachtet nahmen die Behörden den Vorfall zum Anlass für erhöhte Wachsamkeit.

abl/AFP



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