Attacke im Wald Tobender Papagei zerfetzt Polizeiuniform

Ein riesiger Papagei hat die Polizei in einem Wald in Baden-Württemberg auf Trab gehalten. Eine Spaziergängerin hatte die Beamten alarmiert, die sich des entflogenen Tieres annehmen sollten. Der Vogel erwies sich als ziemlich undankbar: Er kreischte wüst und ging zum Angriff über.


Mosbach - Eine aufgeregte Frau hatte bei der Polizei angerufen und berichtet, sie habe einen "Riesenvogel" in einem Baum im Odenwald bei Walldürn entdeckt. Die Beamten machten sich sofort auf den Weg. Bei der nächtlichen Suche in einem Waldstück erschien im Lichtstrahl der Taschenlampe plötzlich ein riesiges buntes Tier in einer Baumkrone. Der Papagei, etwa 90 Zentimeter groß und mit einem mächtigen Schnabel ausgestattet, fand die Störung offensichtlich ziemlich ärgerlich.

Zurufe erwiderte der gefiederte Nachtschwärmer mit einem lauten Gekreische. Er machte zunächst keinerlei Anstalten, seinen Sitzplatz in schwindelnder Höhe zu verlassen. Von einem scheinbar sicheren Platz rutschte der Papagei dann schließlich einige Äste tiefer und war für die Polizisten so zum Greifen nah.

Beim Einfangen leistete der Vogel heftige Gegenwehr und ruinierte die Lederkleidung der Beamten. Die beiden Polizisten blieben unverletzt. Woher der Papagei stammte, ist noch unklar. Er bleibt vorerst in der Obhut einer Pflegerin.

ffr/AP/dpa



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