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Jill Biden Auf den Strumpf gekommen

aus DER SPIEGEL 27/2021
Foto:

Mandel Ngan / REUTERS

Es ist gute Tradition, dass die amerikanische »Vogue« der amtierenden First Lady eine Coverstory widmet. Wobei es durchaus hilft, wenn deren Mann ein Demokrat ist. Melania Trump wartete jedenfalls vergebens auf die Chance, die Jill Biden, 70, nun zuteilwurde. Im Heft gibt es ein langes Porträt zu lesen, der Reporter begleitete Jill Biden im April und Mai zu verschiedenen Terminen. Über viele Seiten hinweg legt der Journalist brav dar, was Jill Biden alles macht und tut: Sie unterrichtet weiterhin per Zoom als Englischlehrerin; sie reist kreuz und quer durchs Land, um Amerikanerinnen bei Impfungen die Hand zu halten oder ein Reservat der Navajos zu besuchen; gleichzeitig fördert sie verschiedene soziale Organisationen. Erst in den letzten Absätzen des Artikels geht es um das Thema, das die Leser und Leserinnen der amerikanischen »Vogue« wahrscheinlich am meisten interessiert: Mode.

Dass keine ihrer guten Taten so viel Wirbel verursachte wie ein Auftritt in gemusterten Strumpfhosen Anfang April – das sogenannte Fishnetgate –, passt Jill Biden offenbar nicht so recht ins Konzept. Bei der Wahl ihrer Kleider versuche sie, junge Designer zu unterstützen, betont die First Lady, und sie beschäftige keine Stylisten. Aber was waren das jetzt für Strümpfe? Die Antwort fällt etwas patzig aus: »Es waren keine Netzstrümpfe. Sie waren nicht aus Spitze. Es waren sehr hübsche Strümpfe.«

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