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17. April 2011, 18:10 Uhr

Auf Sonntagsspaziergang

Wölfe attackieren schwedische Mutter und ihr Baby

Plötzlich standen sie im Weg: Zwei Wölfe haben in Schweden eine Frau und ihre kleine Tochter angegriffen. Mutter und Kind kamen mit dem Schrecken davon, ihr Hund hatte weniger Glück.

Stockholm - Rund 200 Wölfe leben laut Schätzungen in Schweden. Zwei von ihnen haben am Sonntag einer Schwedin einen gehörigen Schrecken eingejagt. Die Tiere tauchten plötzlich auf, als die Frau am Morgen mit ihrer kleinen Tochter und einem Hund einen Spaziergang machte. Das berichtete ihr Ehemann.

Während das eine der beiden Raubtiere den kleinen Hund in den Nacken biss, ihn anhob und mit der Beute in den Wald entschwand, richtete der zweite Wolf seine Aufmerksamkeit auf den Kinderwagen. Die Mutter begann sofort zu schreien und mit den Armen zu fuchteln. Das machte dem Wolf offenbar Angst - er folgte seinem Artgenossen in den Wald. Die Forstbehörden schickten Suchmannschaften in das Gebiet, die mittlerweile Überreste des Hundes fanden.

Schwedische Tierschützer verlangen ein totales Jagdverbot und die Ausweitung der Wolfspopulation. Anwohner in sechs betroffenen Bezirken wollen hingehen viele Tiere erschießen lassen. Sie meinen, dass die Wölfe zu viele Haus- und Nutztiere reißen und auch gefährlich für Menschen sind. Auch in Deutschland gibt es seit Ende der neunziger Jahre wieder kleine Gruppen von Wölfen, die entlang der Grenze zu Polen leben.

dab/dpa

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