Aufatmen bei RTL Verschollene "Superstars" kehren zurück

Das Finale von "Deutschland sucht den Superstar" schien gefährdet: Die beiden Anwärterinnen auf den Titel, Elli und Denise, spielten am Dienstag nicht so mit, wie es sich der Sender RTL wünscht. Elli war krank - und Denise verschwunden. Nach 24 Stunden tauchte sie wieder auf.

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Denise, Elli: Akuter Anfall von Heimweh
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Denise, Elli: Akuter Anfall von Heimweh

Hamburg - "Denise musste einfach Kraft tanken für das Finale", teilte eine Sprecherin des Senders der dpa am Dienstagabend mit. Sie habe die Zeit mit ihrer Familie verbracht, sei aber inzwischen wieder in das "Superstar"-Quartier zurückgekehrt.

Denise hatte am Montag bei der Produktionsfirma Grundy Light Entertainment, die die Show "Deutschland sucht den Superstar" verantwortet, um eine Auszeit gebeten. Das Unternehmen lehnte ihren Wunsch ab. Seit Montagabend war sie nicht mehr auffindbar.

Auch die 24-jährige "Superstar"-Kandidatin Elli, die wegen einer fiebrigen Nebenhöhlenentzündung dem Sender wenige Tage vor dem Finale am Samstag Sorgen bereitet hatte, sei inzwischen wieder auf den Beinen, hieß es. Beide Frauen würden deshalb ihre Termine am Mittwoch wahrnehmen.

Die 19-jährige Denise sei seit gestern Abend verschwunden, hatte zuvor "Superstar"-Sprecher Jovan Evermann gegenüber SPIEGEL ONLINE bestätigt. Wo sie sich derzeit aufhalte, sei nicht bekannt. Heute Morgen sei sie nicht zu einem vereinbarten Pressetermin erschienen. Doch damit nicht genug. Vergeblich wartete das Team auch auf Elli: Die 24-Jährige habe über Nacht starkes Fieber bekommen und sei deswegen heute Morgen erst einmal zum Arzt gegangen, statt zum Fotoshooting, sagte Evermann.

Laut Elli hatte Denise einen akuten Heimwehanfall. Sie habe ihrer Konkurrentin gesagt, ihr wachse der Stress über den Kopf. Sie müsse dringend mal wieder ihre Eltern und ihre Freunde treffen. Mit der Produktion sei das abgestimmt. Dann habe sie ihre Tasche gepackt, den Vater in Geilenkirchen angerufen, und der habe die Tochter dann auch prompt aus dem "Superstar-Quartier" in Köln abgeholt. Seither fehlte jede Spur von der Blondine.

Versuche des Senders, mit der Kandidatin Kontakt aufzunehmen, scheiterten zunächst. "Ihr Handy ist abgestellt, auch im Haus der Eltern geht niemand ans Telefon", sagt Evermann. Ärgerlich sei, dass Denise ihren Ausflug nicht mit der Produktionsfirma abgestimmt habe. "Man kann nicht einfach so abhauen", sagte Evermann, "schließlich platzen dadurch Termine. Und das verursacht Kosten." Allein heute standen drei Punkte auf dem Programm der Sängerinnen: Fotoshooting, Interviewstunde und Radio-Interviews.

Konsequenzen muss die 19-Jährige dabei nicht fürchten: "Natürlich werden wir Denise nicht bestrafen, oder vom Finale ausschließen", versicherte Evermann. Dass Denise noch vor dem Finale am Samstag ausscheiden könnte, glaubt er nicht. "Sie wird das durchziehen."



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