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Ausbildung in Corona-Zeiten Bund öffnet voreilig Polizeihochschule

Die Auszubildenden an der Hochschule der Bundespolizei in Lübeck sollten schon vergangene Woche wieder mit praktischen Übungen starten. Nach SPIEGEL-Informationen musste der Bund jetzt zurückrudern.
aus DER SPIEGEL 20/2020
Training an der Bundespolizeiakademie (Archivbild)

Training an der Bundespolizeiakademie (Archivbild)

Foto: Markus Scholz/ picture alliance / dpa

Während der Lehrbetrieb an deutschen Universitäten weitgehend ruht, ist der Bund mit der Hochschule der Bundespolizei in Lübeck vorgeprescht – und hat nun laut SPIEGEL-Informationen einen Rückzieher gemacht.

Am Montag hatte die Schule nach sechs Wochen Pause die Ausbildung wieder aufgenommen, zunächst für die Abschlussjahrgänge des gehobenen Dienstes und mit praktischen Übungen wie der simulierten Ausweiskontrolle auf Bahnhöfen. Dazu war die Hälfte der 500 Auszubildenden in die Schule zurückgekehrt. Am selben Tag war allerdings ein Erlass der Landesregierung Schleswig-Holstein vom 30. April in Kraft getreten, wonach im Land Lehrveranstaltungen an den staatlichen Hochschulen des Landes noch bis zum 17. Mai weitgehend verboten sind. Auch die schleswig-holsteinische Polizei-Fachhochschule in Altenholz bei Kiel bleibt vorerst geschlossen.

DER SPIEGEL 20/2020
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Der Bund befürchtete daher, mit seiner Entscheidung, die eigene Ausbildung wieder anlaufen zu lassen, politisch unter Druck zu kommen. Man habe die Lage neu bewertet, hieß es aus der Schulleitung. Am Mittwoch mussten die 250 Bundespolizeischüler aus Lübeck wieder abreisen; wann es weitergeht, ist offen.

amp
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