Auschwitz-Gedenken Ätzende Kritik an Cheneys Kleiderwahl

Harsche Kritik muss US-Vizepräsident Dick Cheney für seine Kleiderwahl bei der Gedenkfeier zum Jahrestag der Auschwitz-Befreiung einstecken. Die "Washington Post" fand Cheneys grünen Parka zwischen den schwarz gekleideten Staatsgästen höchst peinlich. Solche Kleidung trage man, "wenn man eine Schneefräse betätigt", urteilte die Moderedakteurin des Blattes.


US-Vize Cheney in Auschwitz: "Wie ein flegelhaftes Kind"
AP

US-Vize Cheney in Auschwitz: "Wie ein flegelhaftes Kind"

Washington - Cheney trug bei der Feierstunde einen olivgrünen Parka mit hellem Fellkragen, dazu schwere braune Wanderschuhe und eine Skimütze mit der Aufschrift "Staff 2001". Cheney habe während der bewegenden Zeremonie im Gedenken an die Auschwitz-Opfer zwischen den anderen Staatsgästen ausgesehen "wie ein flegelhaftes Kind unter gut gekleideten Erwachsenen", wetterte die Moderedakteurin der "Washington Post", Robin Givhan.

Cheney scheint sich die Kritik zu Herzen genommen zu haben. Als er heute noch einmal das einstige Vernichtungslager in Auschwitz besuchte, war seine Kleidung schlichter: schwarzer Mantel, rote Krawatte, grauer Schal.

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