Bezirk Friedrichshain Polizisten bei Ausschreitungen in Berlin verletzt

Im Berliner Bezirk Friedrichshain ist es am Wochenende zu Zusammenstößen linker Aktivisten mit der Polizei gekommen. Dabei wurden 27 Beamte verletzt. Am Ende war offenbar ein Hubschraubereinsatz nötig, um die Angriffe zu stoppen.

Polizist auf der Rigaer Straße: Böller, Steine und Flaschen geworfen
DPA

Polizist auf der Rigaer Straße: Böller, Steine und Flaschen geworfen


Berlin - Bei Ausschreitungen im Berliner Bezirk Friedrichshain sind am Wochenende mehrere Polizisten verletzt worden. Hintergrund der Krawalle war die sogenannte "Lange Nacht der Rigaer Straße", zu der verschiedene linke Gruppen als Protest gegen Gentrifizierung im Stadtviertel aufgerufen hatten. Insgesamt 14 Aktivisten wurden vorübergehend festgenommen, gegen sie wird unter anderem wegen Landfriedensbruchs ermittelt.

Bereits am späten Samstagabend war es dabei zu Zusammenstößen gekommen, als laut Polizei bis zu 300 Demonstranten Holzpaletten und Baumaterialien auf der Straße in Brand setzten. Bei diesem Einsatz wurden 26 Beamte verletzt. Den Angaben zufolge wurden sie mit Böllern, Steinen und Flaschen beworfen.

Am Sonntagabend gab es erneut Ausschreitungen in Friedrichshain, bei denen ein Beamter leichte Verletzungen erlitt. Die Krawalle begannen, als die Polizei anrückte, um Sperrmüll von der Fahrbahn zu schaffen. Diesen hatten Aktivisten zuvor auf die Straße gestellt. Dabei wurden die Beamten von Hausdächern aus erneut beworfen. Laut Polizei konnten die Attacken erst mithilfe eines Hubschraubers gestoppt werden.

Nur einer der verletzten Polizisten musste Behördenangaben zufolge seinen Dienst beenden. Ob es unter den Aktivisten ebenfalls Verletzte gab, ist nicht bekannt.

rls/dpa



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