Berühmter Kraftprotz Australien trauert um Bodybuilder-Känguru Roger

Er war gut zwei Meter groß, 90 Kilo schwer und hatte die Figur eines Bodybuilders: Roger war das wohl stärkste Känguru der Welt. Nun ist das Tier im Alter von zwölf Jahren gestorben.

Känguru-Kraftpaket Roger (Archiv)
DPA/THE KANGAROO SANCTUARY

Känguru-Kraftpaket Roger (Archiv)


Australien trauert um sein berühmtestes Känguru. Roger, ein mehr als zwei Meter großes und 90 Kilogramm schweres Tier, war durch seine Boxkünste und enormen Muskelberge auch international bekannt geworden. Er hatte einen kräftigen Nacken, eine breite Brust und einen definierten Bizeps.

Der Kraftprotz wurde zwölf Jahre alt. Nach Angaben des Känguruparks von Alice Springs, wo Roger praktisch sein ganzes Leben verbracht hatte, starb er an Altersschwäche.

Roger war bereits als Baby in den Tierpark von Alice Springs gekommen, der einzigen größeren Stadt im Landesinneren. Parkbesitzer Chris Barns hatte ihn auf einem Highway aufgesammelt, nachdem die Mutter des Kängurus von einem Auto überfahren worden war.

Im Lauf der Jahre wurde er zu einem echten Muskelprotz - und mit seinem mächtigen Oberkörper zur Attraktion der Stadt. Über die sozialen Netzwerke schaffte er es dann auch international zu großer Prominenz. Auf der Instagram-Seite der Kangaroo Sanctuary hatte Roger zuletzt knapp 900.000 Follower, auf Facebook mehr als eine halbe Million.

Barns schrieb in seinem Nachruf: "Er hatte ein schönes, langes Leben und wurde von Millionen Menschen überall auf der Welt gemocht. Wir werden dich auf ewig lieben und vermissen, Roger." Die australische Popsängerin Natalie Imbruglia kommentierte: "Er brachte immer ein Lächeln in mein Gesicht. Solch ein stolzer, starker Junge."

Roger legte früher ein ziemliches Imponiergehabe an den Tag. "Känguru-Männer müssen permanent kämpfen, um die Gunst der weiblichen Kängurus zu gewinnen", sagte Barns vor dreieinhalb Jahren im Interview mit SPIEGEL ONLINE. "Sie ringen, sie stoßen sich, sie versuchen sich umzuschubsen. Roger hat derzeit ungefähr zehn Frauen. Das heißt, es gibt vier oder fünf Känguru-Männer, mit denen er jeden Tag rangelt."

Mit zunehmendem Alter wurde Roger jedoch ruhiger. Zuletzt litt er den Angaben zufolge an Arthritis und konnte auch nicht mehr so gut sehen. Im Tierpark soll Roger nun seine letzte Ruhestätte finden.

wit/dpa

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