"Zeichen der Hoffnung" Breitmaulnashorn in australischem Zoo geboren

Es ist ein großer Zuchterfolg: Ein Breitmaulnashorn hat in einem australischen Zoo das Licht der Welt erblickt. In freier Wildbahn sind die Tiere von der Ausrottung bedroht - weil allein in den vergangenen Monaten Hunderte Exemplare Wilderern zum Opfer gefallen sind.
"Zeichen der Hoffnung": Breitmaulnashorn in australischem Zoo geboren

"Zeichen der Hoffnung": Breitmaulnashorn in australischem Zoo geboren

Foto: DPA/ Taronga Zoo

Sydney - "Ein Zeichen der Hoffnung" - so beschreibt Tierparkdirektor Cameron Kerr die Geburt eines männlichen Breitmaulnashorns im Taronga Western Plains Zoo in Dubbo, rund 400 Kilometer westlich von Sydney. Das Ereignis sei deshalb so bedeutend, weil in Afrika die Wilderei gegen Nashörner derzeit so schlimm sei wie seit einem halben Jahrhundert nicht mehr.

Das Junge, das noch keinen Namen hat, wurde von der Nashorn-Dame Mopani zur Welt gebracht, die damit zum ersten Mal Mutter wurde. Mit dem Neuzugang stockt der Tierpark seinen Nashorn-Bestand wieder auf, nachdem im vergangenen Jahr vier seiner Breitmaulnashörner an einer rätselhaften Krankheit verendet waren. Die Ursache der Krankheit, die neurologische Ausfälle verursachte, wurde bis heute nicht gefunden.

Auch Mopani hatte sich die Krankheit zugezogen, als sie bereits trächtig war. Sie überlebte jedoch und brachte ein anscheinend gesundes, etwa 50 Kilogramm schweres Junges zur Welt. Seit 2003 wurden im Taronga Western Plains Zoo bereits neun Breitmaulnashörner geboren.

Der jüngste Nachwuchs sei aber etwas Besonderes angesichts der Zunahme der Wilderei, hob Zoo-Geschäftsführer Matt Fuller hervor. Dieses Jahr seien bereits 300 Tiere getötet worden, weil ihr Horn insbesondere in der asiatischen Heilkunst begehrt ist. Wenn das Abschlachten der Tiere so weitergehe, würden 2015 oder 2016 mehr Nashörner durch Wilderer getötet als Jungtiere zur Welt kämen. Diese Entwicklung werde die Nashörner auf den "Weg der Ausrottung" bringen, warnte Fuller.

wit/AFP
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