Viertes Dürrejahr in Folge Südosten Australiens droht das Trinkwasser auszugehen

Flüsse und Reservoirs sind fast leer: Australien erlebt die schlimmste Dürre seiner Geschichte. Ortschaften in New South Wales könnten bald auf Trinkwasserlieferungen angewiesen sein.

Fragwürdige Methode: Ein Farmer in Cobar geht mit einer Wünschelrute über sein Land, um Wasser aufzuspüren
Mark Evans/ Getty Images

Fragwürdige Methode: Ein Farmer in Cobar geht mit einer Wünschelrute über sein Land, um Wasser aufzuspüren


Mehreren Ortschaften im Südosten Australiens könnte schon bald das Wasser ausgehen. Sollte kein Regen fallen, werden unter anderem Dubbo, Cobar, Nyngan und Narromine im Bundesstaat New South Wales schon vor Weihnachten auf Trinkwasser-Lieferungen für ihre Einwohner angewiesen sein, schrieb das staatliche Unternehmen WaterNSW.

Mit der Trockenheit im vierten Jahr in Folge erlebt Australien die schlimmste Dürre seiner Geschichte. New South Wales' Wasserministerin Melinda Pavey bezeichnete die Situation als kritisch. Bei anhaltender Dürre säßen weitere, tiefer im Landesinneren gelegene Städte spätestens Ende 2020 auf dem Trockenen.

"Alles Menschenmögliche" werde unternommen, um Abhilfe zu schaffen, darunter neue Wasserbohrungen und die Verlegung zusätzlicher Wasserleitungen, sagte Pavey Reportern in Canberra. Die Wasserbehörde ging davon aus, dass zum Beginn des diesjährigen Sommers im November mehrere Flüsse ausgetrocknet sein dürften.

Bevorstehendes "Fisch-Armageddon"

Auch New South Wales' Hauptstadt Sydney wartet dringend auf Regen: Die Stauseen sind laut Behördenangaben nicht einmal mehr halb voll. Eine Entsalzungsanlage für Meerwasser versorge bereits ein Viertel der Stadt mit Trinkwasser. Die Meteorologie-Behörde sieht keine Anzeichen dafür, dass die Dürre bald enden könnte.

Angesichts der Auswirkungen niedriger Wasserstände auf die Fauna in den Flüssen sprach NSW-Landwirtschaftsminister Adam Marshall von einem bevorstehenden "Fisch-Armageddon". Um ein Massensterben zu vermeiden, werden laut mehreren Medienberichten, unter anderem des Senders ABC News, Fische aus einem austrocknenden Abschnitt des Darling River umgesiedelt.

bbr/dpa

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