Großeinsatz in Australien Feuer auf Welterbe Fraser Island – Behörden ordnen erste Evakuierungen an

17 Löschflugzeuge und Dutzende Feuerwehrleute sind auf Fraser Island im Dauereinsatz, trotzdem stehen große Teile der berühmten Insel noch immer in Flammen. Nun sind erste Ortschaften direkt betroffen.
Rauchschwaden über Fraser Island: Eine Million Liter Löschwasser – an einem Tag

Rauchschwaden über Fraser Island: Eine Million Liter Löschwasser – an einem Tag

Foto: Supplied / dpa

Wegen großflächiger Buschbrände auf der berühmten Touristeninsel Fraser Island im australischen Bundesstaat Queensland haben die Behörden die ersten Evakuierungen angeordnet. Die Feuerwehr rief die Bewohner von Happy Valley zum sofortigen Verlassen des Ortes auf.

Zudem forderten die Einsatzkräfte alle Menschen im Kingfisher Bay Resort sowie im dazugehörigen Dorf dazu auf, eine Abreise vorzubereiten. Es sei davon auszugehen, heißt es in einer Mitteilung, dass bald Rauch in den Ort ziehen werde.

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Auf Fraser Island, seit 1992 Teil des Unesco-Weltnaturerbes, kämpfen Einsatzkräfte seit Wochen gegen ein massives Buschfeuer. Der Brand schwelt bereits seit anderthalb Monaten, etwa die Hälfte der größten Sandinsel der Welt ist inzwischen zerstört. Touristen wurden angewiesen, nicht auf die Insel zu fahren.

»Derzeit gehen wir nicht davon aus, dass die Brände noch heute auf Happy Valley übergreifen«, sagte ein Behördensprecher dem Sender ABC. Die Einsatzkräfte arbeiteten hart, um dies zu verhindern. Derzeit sind demzufolge 90 Einsatzkräfte, 38 Fahrzeuge sowie 17 Löschflugzeuge im Einsatz.

Anfang der Woche war das Feuer wegen einer anhaltenden Hitzewelle an Australiens Ostküste noch einmal größer und stärker geworden, die Feuerwehr hatte daraufhin ihren Einsatz ausgeweitet: Löschflugzeuge hätten allein am Donnerstag fast eine Million Liter Wasser abgeworfen, twitterten die Einsatzkräfte am Freitag. »Gemeinsam mit der außergewöhnlichen Arbeit zusätzlicher Bodenteams hat dies die Ausbreitung des Feuers in den letzten zwei Tagen erheblich verlangsamt«, hieß es.

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Fraser Island sei auf der ganzen Welt beliebt, »was es so schmerzhaft macht anzusehen, wie die Insel brennt«, sagte Queenslands Ministerpräsidentin Annastacia Palaszczuk Anfang dieser Woche. Der Buschbrand soll durch ein illegales Lagerfeuer am 14. Oktober ausgelöst worden sein.

Mit einer Länge von 122 Kilometern ist Fraser Island die größte Sandinsel der Erde. Es gibt zahlreiche Aussichtspunkte, Badestrände und Süßwasserseen, was die Insel vor allem bei Campern beliebt macht. Abgesehen von Buschland und Mangrovensümpfen gibt es auch einen tropischen Regenwald. Dieser ist den Behörden zufolge aber bisher nicht von dem Feuer betroffen.

mxw/dpa/Reuters
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