Mann versorgt Koala mit Wasser "Ein kleiner Sonnenstrahl in diesem Albtraum"

Inmitten der Buschbrände von Australien wurde der Fahrer eines Wassertankwagens zum Retter eines jungen Koalas. Für den Mann offenbar ein berührender Moment inmitten der Katastrophe.
Über eineinhalb Stunden versorgte der Fahrer das Tier mit Wasser aus seiner Flasche

Über eineinhalb Stunden versorgte der Fahrer das Tier mit Wasser aus seiner Flasche

Foto: Fairfax Media/ Getty Images

Seit Monaten leiden Menschen und Tiere in Australien unter außer Kontrolle geratenen Buschbränden. Zu einem Symbol für das Grauen ist das Foto eines verbrannten jungen Kängurus geworden - doch inmitten der Katastrophe gibt es Momente, die einen kleinen Lichtblick bedeuten können.

Dazu gehört wohl auch die Geschichte von Damian Campbell-Davys, der einen jungen Koala rettete. Der Fahrer eines Wassertankwagens fand das Tier in der Nähe der Stadt Nerriga im besonders von den Feuern betroffenen Bundesstaat New South Wales, wie die Zeitung "Sydney Morning Herald"  berichtete.

Der Koala sei aus einer Reihe Kiefern hervorgetaumelt, heißt es in dem Bericht. Campbell-Davys, dessen Aufgabe es war, die Tanks der Feuerwehrfahrzeuge mit Wasser zu füllen, hatte plötzlich noch eine weitere Beschäftigung: Er habe das desorientierte und durstige Tier über eineinhalb Stunden mit Wasser aus seiner Flasche versorgt.

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"Nach den gestrigen Entsetzlichkeiten hat es mich einfach glücklich gemacht", sagte Damian Campbell-Davys. Er nahm das Tier vorübergehend in seinem Führerhaus auf, wie Fotos zeigen, die der Mann auf Facebook veröffentlichte. Es sei "ein kleiner Sonnenstrahl in diesem Albtraum" gewesen. Von Dauer war die Gemeinschaft der beiden allerdings nicht: Wildhüter sollten den Koala namens Tinny Arse aus der Gefahrenzone bringen.

Allein in New South Wales sind Schätzungen zufolge bisher rund eine halbe Milliarde Tiere in den Flammen umgekommen. Tausende Australier mussten sich mittlerweile aus Städten im Südosten des Landes in Sicherheit bringen. Mindestens 24 Menschen starben. Zunehmend wird Kritik am Krisenmanagement der Regierung von Premierminister Scott Morrison laut.

bbr