Schlechte Nachricht fĂŒr Veganer: Avocados sind angeblich nicht vegan

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Von Baha Kirlidokme

Dieser Beitrag wurde am 15.10.2018 auf bento.de veröffentlicht.

Avocados gelten als gesund. FĂŒr viele Veganer eine willkommene Alternative zu Wurst oder KĂ€se. Doch die FrĂŒchte sind in Wirklichkeit gar nicht vegan. Zumindest streng genommen. 

In der Wissenschaftssendung "QI" des britischen Senders BBC wurde den Kandidaten die Quizfrage gestellt, welche der abgebildeten Lebensmittel man als strikter Veganer essen kann. Zur Wahl standen unter anderem Melonen, Kiwis und Avocados.

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đŸ„‘ Warum ist Avocado nicht vegan?

FĂŒr die Produktion von Avocados mĂŒssen Bienenkolonien mit Lastwagen von Plantage zu Plantage transportiert werden. Die Bienen werden ausgesetzt, bestĂ€uben die Felder und werden dann auf der Autobahn zur nĂ€chsten Plantage gekarrt.

Die Moderatorin der Sendung, Sandi Toksvig, erklĂ€rt, dass es dasselbe sei wie mit Honig: Auch Honig gilt fĂŒr einige Veganer als No Go. Schließlich werden Bienen fĂŒr menschliche Zwecke ausgebeutet. (taz )

FĂŒr TierschĂŒtzer wie "Peta " ist die Bienenhaltung Massentierhaltung. Sie machen BienenzĂŒchter sogar fĂŒr das Bienensterben verantwortlich, da sich gezĂŒchtete Bienen genetisch schlechter gegen die Varroa-Milbe wehren könnten, die Bienen krank macht.

Es gibt aber auch ökologische Honigproduktion: Hier wird den Bienenkolonien nicht zu viel Honig weggenommen, sie werden nicht genetisch manipuliert und werden nicht durch das ganze Land transportiert. (taz )

đŸ„‘ Sollten Veganer also keine Avocado mehr essen?

Am Ende kann man selbst entscheiden, wie weit man gehen möchte. Entdeckt man ein Herz fĂŒr Bienen, gilt die Problematik nicht nur fĂŒr Honig oder Avocados. Bei der Produktion von Gurken, Kirschen, Brokkoli, Salat und vielen anderen FrĂŒchten spielen Bienen ebenfalls eine wichtige Rolle – oft wird dabei kĂŒnstlich nachgeholfen, also ein Bienenvolk extra herbeitransportiert.

Wer den Bienentransport vertretbar findet, ist aber immer noch nicht fein heraus: Die Ökobilanz von Avocados ist verheerend, der Anbau verbraucht große Mengen Wasser. Hinzu kommt, dass die FrĂŒchte oft aus Mexiko oder Chile kommen. In Chile richtet der Anbau ökologische SchĂ€den an, in Mexiko kontrollieren Verbrecher Teile der Herstellung. Dann mĂŒssen die Avocados noch aufwendig um die Welt transportiert werden. (SĂŒddeutsche )

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