Bali-Attentat Haftstrafen für Helfershelfer

Zwei weitere Angeklagte sind in Indonesien in Zusammenhang mit den Bombenanschlägen auf der Ferieninsel Bali zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt worden. Bei dem Terrorakt starben vor einem Jahr mehr als 200 Menschen.


Bombenanschlag auf Bali im Oktober 2002
DPA

Bombenanschlag auf Bali im Oktober 2002

Bali - Einem der Verurteilten wurde zur Last gelegt, einen Juwelierladen ausgeraubt zu haben, um Geld zur Vorbereitung der Anschläge auf zwei Nachtclubs zu besorgen. Er wurde zu 16 Jahren Haft verurteilt. In einem weiteren Verfahren erhielt ein Angeklagter eine siebenjährige Haftstrafe, weil er einen der Drahtzieher der Anschläge nach der Tat versteckt hatte.

Mit den jüngsten Urteilen sind mittlerweile sieben militante Muslime in Zusammenhang mit den Anschlägen vom 12. Oktober verurteilt worden, zwei von ihnen zum Tode. Die meisten der Anschlagsopfer waren ausländische Touristen, darunter auch sechs Deutsche.

Die indonesischen Behörden vermuten die Muslim-Gruppe Jemaah Islamiah hinter dem Terrorakt. Sie soll enge Verbindungen zum Qaida-Netzwerk unterhalten, die für die Anschläge vom 11. September 2001 in den USA verantwortlich gemacht wird.



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