Bali-Attentat Mutmaßlicher Anführer vor Gericht

Der mutmaßliche Kopf der Attentäter von Bali muss sich seit heute vor Gericht verantworten. Imam Samudra ist angeklagt, den Bombenanschlag auf zwei Nachtclubs auf der Ferieninsel geplant zu haben.


Mutmaßlicher Terrorchef Samudra: Keinerlei Reue
REUTERS

Mutmaßlicher Terrorchef Samudra: Keinerlei Reue

Bali - Imam Samudra soll außerdem an einer Reihe von Bombenattentaten auf Kirchen an Weihnachten 2000 beteiligt gewesen sein, bei denen mindestens 19 Menschen starben, hieß es von der Staatsanwaltschaft beim Prozessauftakt auf Bali. Im Falle eine Verurteilung wegen Terrorismus droht Samudra die Todesstrafe.

Bei den Anschlägen auf zwei gut besuchte Nachtclubs der indonesischen Urlaubsinsel waren am 12. Oktober 2002 mindestens 202 Menschen getötet worden, darunter auch sechs Deutsche.

Bei dem Anschlag im vergangenen Oktober starben 202 Menschen
DPA

Bei dem Anschlag im vergangenen Oktober starben 202 Menschen

Der 33 Jahre alte Samudra hatte bei früheren Aussagen die Attentate zugegeben und keinerlei Reue gezeigt. Der Bombenanschlag von Bali habe "den Feinden der Muslime und den Ungläubigen" gegolten.

Vor zwei Wochen hatte der erste Prozess gegen einen der vier Hauptverdächtigen der Bluttat begonnen. Insgesamt nahmen die Ermittler rund 30 Verdächtige im Zusammenhang mit den Anschlägen fest.



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