Großes Missverständnis in Bayern Vermeintlicher Messerdieb provoziert Großeinsatz

Eine Frau wähnt einen Messerdiebstahl, die Polizei schickt mehrere Streifen und nimmt einen Tatverdächtigen fest. Doch der erweist sich als geschliffener Bursche.
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Karl-Josef Hildenbrand / dpa

Ein vermeintlicher Messerdieb hat einen aufsehenerregenden Polizeieinsatz in Bamberg ausgelöst.

Wie die bayerische Polizei am Sonntag in Bayreuth mitteilte, hatte eine aufgeregte Frau »mit lautem Geschrei im Hintergrund« am Vortag per Notruf den Diebstahl mehrerer Messer aus der Küche eines Hotels gemeldet. Laut ihren Angaben war der Verdächtige zu diesem Zeitpunkt gerade im Begriff, das Hotel zu verlassen, in dessen unmittelbarer Umgebung ein Volksfest stattfand.

Zu dem Zeitpunkt befanden sich laut Polizei sowohl viele Gäste im Hotel als auch Besucher auf dem Fest. Die Polizei entsandte daher mehrere Streifen, die den Mann mit den Messern ausfindig machten und ihm »unter den erstaunten Blicken vieler Passanten« Handschellen anlegten.

Alles ganz anders

Kurz darauf stellte sich jedoch alles als großes Missverständnis heraus. Laut Polizei hatte der 45-jährige Mann dem Hotel am Freitag seine Dienste als Messerschleifer angeboten. Eine Mitarbeiterin habe ihm deshalb mehrere Messer des Hotels übergeben, die er nach getaner Arbeit zurückbringen wollte.

Die Mitarbeiterin habe jedoch die Küchenbelegschaft nicht informiert. Aus diesem Grund und wegen Verständigungsschwierigkeiten mit dem Mann seien die Kolleginnen und Kollegen in der Küche von einem Diebstahl ausgegangen. »Das Missverständnis wurde aufgeklärt und die Handschellen wieder gelöst«, hieß es bei der Polizei.

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