Bankraub in Lübeck Polizei sucht nach "Peter" und "Dicker"

Die beiden Männer, die eine Volksbank in Lübeck überfallen und 40.000 Euro erbeutet haben, sind noch immer auf der Flucht. Die Polizei fahndet nach "Peter" und "Dicker" - so nannten sich die Räuber.


Spezialkräfte in Lübeck: Die Polizei kam zu spät, die Räuber waren längst verschwunden
REUTERS

Spezialkräfte in Lübeck: Die Polizei kam zu spät, die Räuber waren längst verschwunden

Lübeck - Die Männer sind den Angaben der Polizei zufolge zwischen 30 und 40 Jahre alt und sprechen akzentfreies Hochdeutsch. Sie trugen kleine silberne Pistolen bei sich.

Nach dem Überfall am frühen Morgen hatte die Polizei mehrere Stunden Zeit bei der Verfolgung der Täter verloren. Die Fahnder waren lange davon ausgegangen, dass sich einer der Bankräuber noch im Gebäude befindet und eine Geisel in seiner Gewalt hat. Ein Kassierer der Bank fehlte beim Durchzählen der Angestellten. Der Mann war aber, wie sich im Laufe des Vormittags herausstellte, bereits am Abend zuvor von den Tätern in seiner Wohnung festgehalten und gefesselt worden. Das Opfer wurde befreit, die Bank gestürmt - und die Räuber waren über alle Berge.

Offenbar hatten die beiden Täter die Tresorkombination von dem gefesselten Angestellten erpresst. Gegen 8 Uhr morgens fingen sie die sieben Angestellten nacheinander beim Betreten der Bank ab und brachten sie in ihre Gewalt, teilte die Polizei mit. Dann zwangen sie einen der Mitarbeiter, den Tresor zu öffnen. Anschließend sperrten die Männer die Mitarbeiter in einen Raum, aus dem sie sich erst später befreien und flüchten konnten. Erst gegen 11 Uhr drang das Sondereinsatzkommando dann in das Geldinstitut ein.



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