Verpuffung und Explosion Verletzte und Vermisste bei Vorfällen in BASF-Werken

In zwei Werken der Chemiefirma BASF sind Menschen verletzt worden: Am Morgen kam es im hessischen Lampertheim zu einer Verpuffung, am späten Vormittag in Ludwigshafen zu einer Explosion. Mehrere Menschen werden vermisst.

REUTERS

Bei zwei Unglücken in Werken des Chemieriesen BASF sind mehrere Menschen verletzt worden. Gegen 11.30 Uhr kam es in Ludwigshafen bei Arbeiten an einer Rohrleitungstrasse zu einer Explosion, mehrere Menschen wurden im Landeshafen Nord noch vermisst, wie das Unternehmen und die Stadt mitteilten.

Einsatzkräfte aus der gesamten Region sind im Einsatz, darunter auch ein Feuerlöschboot aus Mannheim. Anwohner wurden aufgefordert, in ihren Häusern zu bleiben, Türen und Fenster geschlossen zu halten sowie Lüftungs- und Klimaanlagen abzuschalten. Im Norden von Ludwigshafen seien die Warnsirenen eingeschaltet worden, sagte eine Sprecherin der Stadt. Bei der Berufsfeuerwehr sei ein Krisenstab eingerichtet worden.

Autofahrer sollten den Bereich großräumig umfahren. Es könne zu Geruchsbelästigungen und Sichtbehinderungen in den nördlichen Stadtteilen kommen.

Auf der Internetseite der benachbarten Stadt Mannheim hieß es, es sei nicht auszuschließen, dass eine Rauchwolke über das Stadtgebiet zieht. Auch dort sollten die Menschen vorsichtshalber Fenster und Türen geschlossen halten.

Im Landeshafen Nord werden nach BASF-Angaben brennbare Flüssigkeiten und unter Druck verflüssigte Gase umgeschlagen, die Menge liege jährlich bei 2,6 Millionen Tonnen. Der Hafen sei für die Rohstoffversorgung des Unternehmens von großer Bedeutung.

Bereits gegen 8.30 Uhr am Morgen war am BASF-Standort Lampertheim zu einer Verpuffung am Filter einer Anlage für Kunststoffzusätze gekommen, dabei wurden laut dem Unternehmen vier Mitarbeiter verletzt. Eine Umweltverseuchung sei nicht festgestellt worden.

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Explosion bei BASF: Einsatz am Landeshafen Nord

jal/hut/dpa/Reuters/AFP/AP



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